Feedback zum Online-Videofilzkurs von Doris Niestroj

Diese wundervollen Hausschuhe hat Doris Niestroj gefilzt. Letzten Sommer hatte ich das Vergnügen sie persönlich kennen zulernen und mit ihr einen wunderschönen Tag im Oberland zu verbringen. Digital kennen wir uns schon seit Jahren. Ihren Filzarbeiten und ihrem Internetauftritt sieht man ihre konzeptionelle, akademische und professionelle Herangehensweise an. Sie ist ein Meister im Dokumentieren ihrer Arbeitsschritte, der verwendeten Arbeitsmaterialien. Bei Doris findet man auslügelte und stimmige Filzarbeiten und so habe ich mich gefreut dass sie sich sofort bereit erklärt hat meinen Online-Video-Filzkurs zu testen. Ihr Fazit zum Online-Videofilzkurs findet ihr hier.

Vielen Dank Doris fürs Testen und dein fachkundiges, perfekt dokumentiertes und ausführliches Resümee!

Filzen verbindet. Oder: Die freundschaftliche Beziehungen zwischen Bayern und China

Anfang Februar fand hier ein für mich besonderer Filzkurs statt. Besonders ist am Ende jeder einzelne Kurs für mich, weil immer wunderbar tolle Leute zu mir kommen. Ich kann mich nur wiederholen indem ich sage wie froh mich diese Tatsache stimmt. Immer wieder habe ich die Gelegenheit ganz intensiv mit wunderbar interessanten und liebenswerten Menschen im gemeinsamen Tun Zeit zu verbringen. Mir sind diese Menschen noch fremd wenn sie kommen, und sie gehen als Freunde. Das ist ein einmalig schönes Gefühl. Langsam spinnt sich länderübergreifend ein Netzwerk. Von Washington über Israel, Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und jetzt sogar bis nach China. So weite Entfernungen werden bezwungen. Filzreisenende!

Ich danke Euch, Ihr alle, lieb gewonnenen Menschen. Ich vermisse Euch alle und am liebsten hätte ich Euch alle wieder hier bei mir.

Besonders war dieses mal, dass der erste filzende Mann bei mir war. Verstärkung im Filzen bekam er von der lieben Konstanze. Selten kommt es vor, dass es die Möglichkeit auch nach dem Kurs gibt, sich unkompliziert wieder zu sehen weil uns nicht mal 15 Kilometer trennen. Es wurden Schuhe und eine große Katzenhöhle gefilzt. Neben dem Filzen sorgte mein Mann noch für unsere chinesischen Gäste für ein zünftiges Rahmenprogramm; früh morgens ging es in die Münchner Altstadt, zum Viktualienmarkt und ins weltbekannte Hofbräuhaus zum Weißwurstfrühstück. Am nächsten Tag gab es bei uns daheim Bauernwürstl, Pizza, Kaffee und Kuchen. Es wurde geredet, gegessen, gelacht und gefilzt. Filzkurs mit Familienanschluss und spontanem Kulturprogramm.

Lust zum Filzen?

Hier findest Du meine aktuellen Videokurse:

👉 Gratis-Videokurs „Steine“
👉 Online-Videokurs „Blüten filzen“
👉 Online-Videokurs „Tasche filzen“
👉 Online-Videokurs „Hausschuhe“

Ballerinas aus Filz mit Pünktchen und Schleife

Winzige Schleifchenballerinas mit Pünchtchen aus Filz. Einer der vielen Babyschühchen die ich irgendwann in letzter Zeit gefertigt habe.

Es passiert gerade jeden Tag so viel dass ich mich Abends kaum an das Geschehen des letzten Tages erinnern kann. Da rückt der Blog, meine Online-Video-Filzkursplanung weiter weg und ich muss erst mal selber auf meine Seite kucken um zu sehen wo ich vor eigentlich nicht so langer Zeit stand. Es fühlt sich aber an als seien Monate zwischen dem letzten Eintrag und heute vergangen.

Gerne würde ich Euch von dem tollen Filzkurs am vergangenen Wochenende berichten, Bilder zeigen, aber es fehlt mir gerade die Zeit und auch die Muße. Zu wichtig und Raum einnehmend ist das heiße Eisen welches wir gerade unfreiwillig im Feuer haben.

Wenn ich mich so umhöre dann stelle ich fest dass das junge Jahr schon jetzt Fahrt aufgenommen hat und fordert. Viele wünschten sich mit mir dass der „anstrengende Lauf“ im letzten Jahr verebben möge. Danach sah es in den letzten Wochen nicht aus. Ein Teil in mir weiß dass solche Zeiten manchmal schlagartig enden und sich Milde breit macht, zunächst unbemerkt weil die Anstrengungen auch blind macht für die Boten der Entspannung. Dann aber, ganz plötzlich, stelle ich fest. „oha, es fühlt sich ja jetzt anders an. Es hat sich geändert“. Dem andere Teil fällt es schwer zu aktiv zu hoffen weil solche anspruchsvollen Zeiten manchmal so hartnäckig sind. Ich hoffe wir haben in einer der wichtigsten Baustellen gerade den Zenit an Unerfreulichkeiten überstanden denn wir haben an dieser Stelle einen Wandel eingefädelt. Möge er gelingen und Freude bringen!

Ich plane derzeit einen Online-Videokurs zum Thema „Babyschuhe“. Solltest Du Interesse an diesem Kurs haben dann trage einfach hier Deine E-Mail-Adresse ein.
Sobald der Kurs online ist informiere ich Dich per E-Mail.

Seifen schön verpackt

Meine Liebe zu den vergänglichen Geschenken bietet mir auch ein wunderbares Feld die Seifen immer wieder anders zu verpacken. Es ist nicht nötig dafür extra einzukaufen. Hier habe ich Dinge verwendet die gerade zur Hand waren: Eine leere Pistazienschale, ein Stück Leinezwirn, Verpackungsschnipsel, Jutegarn, Papier mit Schrifzeichen.

Stellt Euch vor: wer gewerblich Seife verkauft muss jede Verpackung bewerten lassen. Erst wenn sie genehmigt ist darf die Seife in der genehmigten Verpackung verkauft werden. Pah, auch damit wird dieses kreative Handwerk zur Zwangsjacke. Aber. Wer lernen will wie man sich Seifen selber siedet könnte sich freuen denn wir arbeiten gerade an einem Seifenkurs. Es wird komfortabel und machbar für jeden der das schon immer mal ausprobieren wollte.

Ich plane derzeit einen Online-Videokurs zum Thema „Seife selbermachen“. Solltest Du Interesse an diesem Kurs haben dann trage einfach hier Deine E-Mail-Adresse ein.
Sobald der Kurs online ist informiere ich Dich per E-Mail.

Was soll man mit vererbtem Pelz tun?

Guter Rat ist hier teuer. Seit vielen, vielen Jahren habe einen vererbten Nerzmantel und eine Tüte mit Fellreststücken „am Hals“. Längst habe ich herausgefunden dass es Kirschner gibt die alte Pelze umarbeiten, modernisieren. Aber will ich das? Was tut ich jetzt mit diesem Erbe?

Würdigt man das vergangene Tierleben wenn ich den Mantel weggebe und damit einfach die Verantwortung weiter reiche. Das ist irgendwie wie sich drücken.

Tragen möchte ich ihn nicht http://farmaciainitalia.com/priligy.html auch wenn ich keine Schuld an diesen Pelzen habe. So fällt das Umarbeiten zum Kleidungsstück weg. Als Decke umnähen? Hab ich überlegt, aber ich mag das Dunkle nicht. Was mach ich mit den Pelzstückchen? Wenn ich sie verarbeite dann findet sich sicher wieder jemand der mir die Hölle heiß macht.

Mich würde Eure Meinung brennend interessieren. Bitte mailt mir, oder kommentiert, und inspiriert mich!

Warme Füße fürs Baby

Viele Möglichkeiten diese kleinen Schühchen zu gestalten… Hier nur zwei Wäscheknöpfe aus dem Nähkorb meiner Oma und ein Leinenzwirn.

Vielleicht ein Satz zu dem Anbringen von Kleinteilen auf Kinderschuhen. Immer wieder denke ich darüber nach und zögere. Keiner will dass ein Kindlein etwas verschluckt was gefährlich werden könnte. Allerdings grenze ich meine Sorge dann ein. Was ich befestige nähe ich so fest an dass es eine Weile brauchen dürfte bis sich etwas löst. Da so kleine Kinder selten unbeaufsichtigt sind (und zum Schlafen haben sie wohl eher keine Schuhe an) bekommt man es sicher mit wenn sich auffällig lange an mit etwas beschäftigt wird zumal so kleine Babys das eh noch nicht wirklich können. Eltern haben meistens auch irgendwo Knöpfe an ihrer Kleidung die abgefummelt werden könnten. Jedes Steinchen, jeder trockne große Brötchenbrösel könnte zum Verhängnis werden. Sind die Kinder so groß das sie alles greifen und in den Mund stecken können ist sowieso Achtsamkeit gefragt! Am Ende stimme ich es immer mit den Eltern ab was sie ruhigen Gewissens verantworten wollen und können.

Wiesenkräuter Stickmotiv

Noch im alten Jahr habe ich das alte Leinentuch mit Wiesenkräuter bestickt. Mir ist es bisher nicht gelungen von dem Vorhang ein schöneres Foto zu machen. Für sowas habe ich derzeit auch weder Geduld noch Raum. Es ist so eine Zeit wo das persönliche Maß an sich voll ist und man aber dennoch nicht aus kommt. Da hilft ja immer nur das Konzentrieren auf das Wesentliche und der Perspektivenwechsel. Das mit dem Wesentlichen ist auch so eine Sache wird das doch zuweilen vom Umfeld oder den Umständen vorgegeben. Manchmal ist es vollkommen egal was ich wesentlich finde! In der Familie, in der Gesellschaft mit seinen Spielregeln ist der Einzelne einfach keine Insel. Ein Perspektivenwechsel fällt mir derzeit schwer. Ich bin wohl durch den mangelnden Abstand Betriebsblind. Ich ringe also damit ein paar Schritte von mir selbst zurück zu treten, wie der Maler von seinen Bilder, und einen neuen Blick zu werfen….

Manche mögen es Weiß

Immer wieder bin ich fasziniert von farbintensiven „swirls“. Seife die aussieht wie marmoriertes Papier. Manche machen das unglaublich exakt und aufregend. Und doch mag ich schlichte Seifen am Ende einfach lieber in meiner Zuhause. So komme ich wahrscheinlich nie dazu diese Techniken zu probieren, aber es hilft ja nix wenn man dann das Ergebnis, wenn auch attraktiv und Schön, nicht haben will. Vielleicht versuch ich es dennoch mal. Spannend wäre es eine Form zu finden die Schlicht und geswirlt zugleich ist.

Hier seht ihr eine Lieblingsseife. Ganz in Weiß mit einem sehr schönen Duft: Lemongras, Lavendel und Himalayazeder. So sehr ich Lemongras mag so strapaziert sind doch Zitrusdüfte oft. Ich habe ein ätherisches Zironenöl, eigentlich toll, aber in der Duftlampe denke ich immer an Klostein und Putzmittel. Schade! Dadurch wirken solche Düfte manchmal etwas trivial. Ich liebe Lavendel, aber auch er wird so oft eingesetzt dass kaum mehr einer überrascht wird von so einer Wahl. Durch die holzig, erdige Himalayazeder gewinnen beide anderen Düfte an Tiefe und öffnen eine neue Duftebene. Das Beliebige verschwindet und der Duft ist frisch, freundlich, sommerlich und hat Bodenhaftung.

Feinste Öle Meerjungfrauenseife

Diese Seife ist hat sehr viele hochwertige Öle und einen feinen Duft nach Meerjungfrau: Himalayazeder, Krauseminze, Palmarosa, Geranium und Ho-Öl. In diesem Fall war es dann schön dass sich unfreiwillig eine Schicht Sodaasche auf der Oberseite gebildet hat. Sodaasche ist ein pulvriger, pelziger, weißer Belag auf der Seife. Warum? Die Sodaasche  entsteht bei Luftkontakt der Seife bevor der Verseifungsprozess vollständig abgeschlossen ist. In diesem Fall war die Seife schon ausgehärtet, aber der Verseifungsprozess war zum Zeitpunkt als ich sie aus der Form holte, noch nicht abgeschlossen. Die Schicht bildete sich dann als ich die Seife zugeschnitten habe. Es ist lediglich eine optische Sache. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Durch die Wellenstruktur erinnert sie mich an Meeresschaum und ich kann hier sehr gut damit leben.

Früher gab es hinter den großen Häusern die Aschenecke. Jeder aus dem Hause brachte die Asche seines Ofens dort hin.  Damals gab es den Beruf des Aschensammlers. Diese Leute zogen von Haus zu Haus und sammelten die Ofen-, Kamin- und Herdaschen ein. Aschensammler waren meistens die Ärmsten der Armen. Und dabei waren die Inhaltsstoffe der Asche schon damals so wichtig und auch kostbar. Asche war ein wichtiger Rohstoff, ein nachwachsender Rohstoff sozusagen und ein Wasserenthärter. Kaliumcarbonat, Pottasche, wurde früher z. B. zum Wäschewaschen genutzt. Pottasche unterstützt den Waschvorgang weshalb man Holzasche aus diesem Grunde, als es noch keine billige Seife gab, direkt zum Waschen einsetzte.

Man laugte die Holzasche durch Kochen mit Wasser aus. Zurück blieben schwer lösliche Substanzen wie Calcium- und Magnesiumcarbonat. Nach dem Abfiltrieren erhielt man eine Lösung, die eingedampft wurde und die man anschließend noch glühte.

Um damals Seife herzustellen kochte man Abfallfette mit der alkalischen Lösung. Heute nutzt kaum mehr irgendjemand tierische Fette zur Seifenherstellung obwohl Schweineschmalz eine wunderbar schäumende, sehr helle Seife ergibt. In Zeiten von Veganmode wenden die Leute sich immer mehr ab. Von der Zeit wo Abfallfleisch und Knochen verseift wurden stammt unter anderem die Gesetzeslage. Oftmals waren die Aschensammler selbst Seifensieder. Man hört in diesem Zusammenhang, dass die Aschensammler den Haushalten als Lohn für eine große Menge Asche Seife gaben. Genau genommen macht man mit Hilfe von Pottasche Schmierseife und so bekamen die Hausbewohner eher Schmierseife. Für die Herstellung von festen Seifen wie z.B. Kernseife benötigt man Soda.

Aber auch z.B.  zur Glasherstellung wurde Pottasche benötigt.

Heute haben wir reines NaOH zur Verfügung und können dadurch wesentlich genauer sieden und durch Berechnung festlegen wie viel Anteil der Fette und Öle wir verseifen oder eben nicht verseifen wollen damit die Seife angenehm rückfettend erlebt wird. Am Ende geht es vielleicht darum dass die Seife beim Waschen nicht zu radikal die Haut entfettet. Pflegen an sich kann eine Seife nicht, das ist nicht ihr Wesen. Heute verwenden wir zum Teil sogar Öle und Fette in Lebensmittelqualität zur Seifenherstellung. Auch aus dieser Warte betrachtet ist das Kosmetikgesetz veraltet.