Eine Rose zieht um

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Viele Jahre wuchs nun diese wundervolle Rose in einem Trog auf unserer Terrasse. Erstaunlich wie groß sie in der Kiste geworden ist. Weil meine anderen Rosen auch riesig geworden sind und den Garten einnehmen wird alles zu eng auf besagter Terrasse. Den Sonnenschirm zu öffnen ist eigentlich nur zu zweit  möglich. Die Kübelrose ist, unter viel „Au und Weh“ ins Oberland umgezogen. Ich bin total zerkratzt. Sie hat einen Premiumplatz am Eingang vom Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee bekommen. Ich hoffe die Rose den Platz.

Mein Lieblingsmensch wird 40.

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Papa-Geburtstag

In diesem Jahr habe ich für meinen Mann keinen Geburtstagstisch gemacht denn er ist bereits seit gestern für eine Woche im Kloster und verbringt seinen 40. Geburtstag dort. Dieser Geburtstag ist ein wunderbarer Anlass Zeit mit sich alleine, ohne Technik, ohne irgendwelche Verbindlichkeiten zu verbringen. Ein Moment inne zu halten, zurück zu blicken was alles war. Dankbar zu sein wie gut das Leben es mit uns meint weil auch die größten Hürden und lange mühevolle Wegstrecken gemeistert wurden, viele Dinge gut ausgegangen sind, wir gesund sind, einander haben. Diese Woche schafft Raum die Segel nachzujustieren, neue zu setzten, Wege einzuschlagen, sich zu pointieren.

Dieser mächtige Strauß kam gerade zu mir nach Hause. Mein Mann hat ihn mir geschickt mit einem ganz und gar lieben Brieflein. Was habe ich für ein großes Glück! Wie schön dass du geboren bis mein guter, lieber Mann!

Ehering

Vor langer Zeit habe ich unsere Eheringe geschmiedet und diesen wundervollen Mann geheiratet. Eine meiner besten Entscheidungen im Leben! Vor einem Jahr dann hat mein Mann seinen Ehering beim Schwimmtraining in unserem Dorfweiher verloren. Er war darüber überaus unglücklich. Ich habe es als Wegpfand für die Wassergötter gesehen damit mein Mann heil und gut durch den Triathlon und den Schliersee kommt. Ein Jahr lang hat er jetzt keinen Ring getragen. Jetzt, heute bekommt er zu seinem 40. Geburtstag einen neuen Ring von mir.

Neue Werkstatt

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Vor ein paar Wochen habe ich meine Werkstatt renoviert. Alles fing mit einem zusammen gebrochenen Regal an. Solche Dinge können, wie bei einer Dominoschlange, eine Kettenreaktion auslösen. Jetzt ist dieser Raum wieder schön und durch die Farbe noch wohnlicher. Mehr ist, denk ich, aus einem Kellerraum nicht zu holen. Unser Kater zieht sich gerne dort hin zurück, der Rest der Familie auch.

Es ist in den letzten Wochen in vieler Hinsicht mühsam und kräftezehrend. Es ist viele Wochen her wo ich mit meinem Mann einen Abend verbracht habe der länger als 40 Minuten war. Meist kommt mein Mann so spät heim das wir nahezu gleich Schlafen gehen.

Die Tage sind dominiert von Schulthemen. Das macht mir alles keine Freude derzeit, ganz im Gegenteil! Ich hätte viel zu erzählen und lass es, aus verschiedenen Gründen. Ein Grund ist die Energie die ich nicht für Rechnerzeiten mobilisieren will.

Der andere Grund ist dass meine Kinder nun groß sind und ihre Freunde, wenigstens von Marie, sich tatsächlich auf meinen Seiten umtun. Die Zeit wo ich überlegt aus dem Nähkästchen plaudern konnte sind vorbei. Jetzt ist es nur zu verständlich dass meine Kinder es gar nicht wollen dass ich von Dingen hinter den Kulissen berichte. Ich wundere mich oft genug dass, gerne auch die anthroposophisch ausgerichteten Mütter hemmungslos vielfach ihre Kinder frontal im Netzt zeigen und von ganz persönlichen Dingen und Orten reden. Selbst die Badewanne ist kein Ort wo Muttern das Handy weg lässt! Ich frag mich wie das mit den Vorstellungen der Anthroposophen zusammen passt und ob das nicht sehr die Privatsphäre der Kinder beansprucht? Haben dieses Mütter aber, die zurecht Stolz auf ihre Kinder sind, nichts anderes was sie zeigen könnten außer Kinder und Essen? Gerade erst könnte man einen Vortrag in Landshut, ausgerichtet vom Waldorfkindergarten, hören: „Manfred Spitzer – Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen.“

Wer hier länger liest hat längst fest gestellt dass es sehr seltene Momente sind wo meine Kinder wirklich von Vorne zu sehen sind. So etwas passiert nur in Ansprache mit allen Beteiligten.

Ich mag Blogs nicht wo weder eine Emailadresse noch ein Bild des Autors zu finden ist. Mir gefällt es eine Vorstellung davon zu haben wer zu mir spricht. Deshalb entscheide ich mich, selten, dafür auch meine Familie zu zeigen. Sie sind das Zentrum meiner Bemühungen,meine große Liebe. Um sie dreht sich alles, aber nicht auf meiner Seite.

Bald sind Ferien. Endlich!

 

Bequemschuh

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Filzhalbschuh

Gute Schuhe zu fertigen ist eine Kunst! Was aber sind denn eigentlich Gute Schuhe? Der Schuhorthopädiemeister, wo ich meine Einlagen habe machen lassen, erklärt mir wie ein guter Schuh aus seiner Sicht sein muss: einen stabilen Fersenhalt sollte der Schuh haben. Die Zehen sollten, wie bei kleinen Kindern, einen Daumen Spiel zur Schuhspitze haben damit der Fuß ausreichend Platz für die Abrollbewegung hat. Natürlich geht das weder bei hohen Schuhen noch bei Ballerinas ohne Riemen. Da entscheide man zu Gunsten der Schönheit eben gegen einen gesunden Tritt.

Der Schuster sagt seine Maßschuhe hätten keinen cm Platz vorne. Auch hier gibt es einen  Kompromiss zu Gunsten eines formschönen Schuhs.

Das individuelle Schönheitsempfinden spielt eine wesentliche Rolle. Bei dem grünen Halbschuh lag für mich die Anlehnung an die Waldläuferschuhe so auf der Hand dass ich zunächst sehr zurückhaltend war. Globig, breit und null schnittig kommt dieser Schuh daher. Total komfortabel, absolut bequem, aber eben ein Bequemschuh. Ich bin in meiner Schulzeit umgeben gewesen von Birkenstock- und Bequemschuhträgern und ja, ich fand diese Entenschuhe schon damals fürchterlich. Wenn selbige dann noch ausgelatscht sind gibt es für mich kaum etwas unattraktiveres. Da hilft für mich auch kein knallgrünes Schlangenlederimitat und schon gar keine Blümchen um das ganze Salonfähig zu machen. Selbst vor ein paar Jahren erlebte ich wieder eine Mutter die ihrem Kind knallrote Waldläuferschuhe in zwei Nummern zu goß anzog. Auf meine Frage hin warum der Schuh so groß wäre sagte sie „weil man in diese teuren Schuhe ja reinwachsen könne“. Das dauende Stolpern des Mädchens wurde dabei in Kauf genommen. Ich verstehe so einen Ansatz überhaupt nicht!

Nun, mit meinen Lieblingshosen fällt der orthopädischer Bequemschuhlook für mich nicht auf. Allerdings würde ich mich beim nächsten mal wieder für eine höhere Variante entscheiden. Durch die schmele Stelle an den Fesseln bekommt der bequeme Schuh wieder etwas sportlicheres.

Wenn ich mich umsehe finde ich selten Schuhe schön. Höchst selten sogar! Weil meine Füße bestimmte Dinge nicht mitmachen und ich schon längst nicht mehr gewillt bin wegen Schuhen die Zähne zusammen zu beißen habe ich mich von der Idee „schöne Schuhe“ schon lange verabschiedet und wähle inzwischen Schuhe aus die ich farblich gut finde, vielleicht nicht schön sind aber dafür polarisieren und bequem sind.

Es gibt viele Überlegungen zum Schuhthema. Eines ist mir ganz bewusst  geworden. Schuhe sind viel mehr als nur Schuhe. Nicht nur Kleider machen Leute. Schuhe sind auch Ausdruck eines Lebensgefühl einer Einstellung zur Gesundheit, zur Schönheit, zur Natur zum Lebensstil. Den idealen Schuh für alle Gelegenheiten, für alle Bedürfnisse gibt es nicht! Eine Überraschung für mich. Das könnte natürlich längst klar sein weil es ja überall präsent ist; Abendschuhe, Laufschuhe, Bergschuhe, Gummistiefel, Radlschuhe u.v.m. Und doch habe ich mir das nicht wirklich klar gemacht sondern diese alltägliche Selbstverständlichkeit als Firlefanz und Schickipeng abgetan. In einer Zeit wo es für jeden Kuchen einen besonderen Teller gibt, jeder Kaffee seinen eigenen Behälter bekommt, man aus x Milchsorten wählenkann, neige ich dazu diese Vielfalt als Schnickschnack und weitgehend überflüssig zu empfinden. Innerlich hoffe ich oft wahren Allrounder zu finden. Für den Winter habe ich meinen Schuhallrounder in den halbhohen Filzstiefeln mit seitlicher Bindung für mich gefunden; federleicht, warm, wunderbar stoßgefedert, bequem, atmungsaktiv farblich schön und ich finde ihn cool. Ja, er ist auch Ausdruck meines Lebensgefühls.