Papier falten

ist nicht schwer wenn man eine Schablone, ein Lineal, einen Cutter und etwas Zeit hat.

Es sind schon viele dieser kleinen Papierbriefchen entstanden. Wie das bei solchen Sachen Sachen immer ist kann ich, wenn ich erst einmal angefangen habe, nicht mehr aufhören. Immer neue Varianten tun sich auf und es macht mir solche Freude! Main mann läuft an dem Stapel vorbei und sagt: „sowas magst du, das weiß ich schon“. Ja, das stimmt.

Was gehört in eine Handtasche?

Das weiß ich leider auch nicht. Warum? Weil ich so gut wie nie eine Handtasche dabei habe, obwohl sie mir immer wieder abgeht vor allem dann wenn mein Auto nicht in der Nähe ist. Und warum hab ich dann trotzdem keine dabei? Weil mich das Wühlen in so einem Ding fertig macht. Aber man braucht doch Unterwegs verschiedenste Dinge?!! Stimmt! Die habe ich in einer „Ich bleibe im Auto-Handtasche“. Was ist da drin? Na, Notfallsachen eben. So wie z.B. einen Lippenfettstift, Schmerztablette, Zahnseide, Tampons und co, eine Unterhose, eine kleine Säge, ein Letherman, eine scharfe Gartenschere, Handschuhe, Taschentücher uvm. Das was ich aber am häufigsten aus dieser Tasche ziehe ist meine „to go Seife“ weil ich die Seife unterwegs einfach grausig finde. Ahhhh, Sakrotantücher hab ich da auch, die brauch ich auch dringend (nach der überfüllten S-Bahn!)

Andere Frauen haben ihre Tasche dabei und für sie habe ich mir solche Seifenbriefchen einfallen lassen. Sie sind leicht und dünn und beherbergen wunderbar duftende Seifenchips. Bisher sind die Seifenbriefchen dauernd weg hier weil sich immer einer findet der sie in die Untiefen seiner Handtasche packen möchte.

Die Faltanleitung zu diesen hübschen Briefchen mach ich sobald ich Zeit habe. Naja, eigentlich mein Mann Zeit hat denn der muss wieder die ganzen technischen Finessen zur einfachen Handhabung für Euch machen.

 

Eine Alternative zur Flüssigseife! Definitiv.

Könnt Ihr Euch noch an die Seifensprender von Früher erinnern? Es waren Spender wo man unten Drehen musste damit feine Seifenraspel auf die Hand fallen. Das war eigentlich eine spitzenmässige Sache (gut die Seifenqualität war nicht besonders) bis eine geniale Marketingkampagne, „ph neutral“, Flüssigseife in allen Variationen an alle Waschbecken platzierte. Bis heute halten sich zahlreiche, lausige Werbeversprechen in den Köpfen der Leute. Scheinbar stören keinen die trockenen Hände. Die Handcremeindustrie tanz und freut sich.

Aber es gibt auch eine Gegenbewegung!

Diese Lösung hier ist ein Alternativvorschlag oder auch eine „vorsichtige Umerziehungsmaßnahme“ für einen „Ausgewohnheitflüssigseifennutzer“.

Für Büros eigent sich ein solcher Edelstahlstreuer auch prima.  Im Büro ist die Hemmschwelle für ein Seifenstück auch fest in den Köpfen der Menschen verankert. Es wird angenommen dass ein Seifenstück unhygienischer ist als ein Flüssigseifenspender. Wer ernsthaft mit diesem Vorurteil aufräumen will sollte sich mal überlegen wie oft wohl so ein Seifensprender in seiner Lebenszeit abgewischt wird aber gleichzeitig in die wie viele Hände er genommen wird. Und, man sollte mal recherchieren wie gut sich Keime und Bakterien in diesen Seifenspendern vermehren können und wie mäßig sich selbige in dem eher „sauren Milieu“ eines Seifenstückes fühlen. Wie dem auch sei, ich finde diese Lösung hier toll und gleichzeitig werden sämtliche Seifenreste vom meiner Sefenherstellung weiter genutzt. Das ist doch mal eine Sache!

Warme Hausschuhe für den Mann

Mein Mann hat Hausschuhe bekommen. Petrol in zwei Tönen. Wieder mit Krönchen. Es ist ihm einfach wichtig zu zeigen dass er königlich ist. Er ist der Kaiser meines Herzens, natürlich und solche Wünsche erfülle ich gerne.

Es ist Zeit für Hausschuhe! Und bald ist Weihnachten. Diese Schuhe sind eine Handarbeit die jeden Tag erfreut und zum Wohlbefinden beiträgt.

Jeder der gerne Handarbeitet kann solche Schuhe selber machen wenn er eine gute Anleitung dazu hat. Ich habe so eine Anleitung als Online-Videokurs gemacht und man kann damit ganz bequem von Zuhause aus Arbeiten wann immer man Lust und Zeit hat.

Von wirklich vielen Kursteilnehmern habe ich inzwischen Fotos ihrer selbst hergestellten Hausschuhe gesehen und ich kann sehr stolz berichten dass alle Frauen echt Großartiges geleistet haben! Alle Hausschuhe meiner Kursteilnehmerinnen sind richtig toll geworden und ich bin mehr als glücklich über so viel tolle Rückmeldungen. Ich freu mich über jedes Paar selbstgemachte Schuhe, immer wieder.

(Werbung) Buchvorstellung „Einfach Kleidung ändern“

Was braucht man zum Nähen neben vielen Ideen und einer Nähmaschine?

Am besten jemand in der Nähe der besser Nähen kann als man selbst.

Und was tun wenn dem nicht so ist?

Dann gibt es hilfreiche Bücher und das Internet.

Grundsätzliches über das Nähen kann man auch gut in einem Buch nachzuschlagen um sich mit Grundlagen vertraut zu machen.

Kucken wir uns dieses Buch „Einfach Kleidung ändern“ aus dem Haupt Verlag mal genauer an:

Das umfassende Anleitungsbuch, damit die Lieblingsstücke wieder optimal sitzen.
Von einer erfahrenen Kostümmacherin verfasst: Mit vielen Tipps für die verschiedenen Stoffarten und klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Ist die Lieblingshose zu eng oder die schönste Jacke in Ihrem Kleiderschrank nicht optimal tailliert? Wer hat keine Hemden im Schrank, deren Muster wunderschön ist, aber die dringend einen neuen Kragen gebrauchen könnten? Wenn der Saum des schönen Rocks ausgeleiert ist und der Lieblingsmantel ein Loch im Futter hat, hilft dieses Buch dabei, Kleidern neues Leben einzuhauchen.
In «Einfach Kleidung ändern» finden sich umfassende und praktische Anleitungen zum einfachen Ändern von Kleidung. Ob Länge oder Weite angepasst werden muss, Löcher repariert werden sollen, es einen Reißverschluss zu ersetzen gibt oder vieles mehr.

Natürlich ist das Wort „einfach“ das wonach wir uns alle sehnen wenn es um Problemlösungen geht, aber meistens ist es immer hinterher einfach, wenn man sich erst durch Probleme durchgeackert hat. Dann hat man Erfahrung und eine ähnliche Anforderung wird einfacher zu bewältigen sein.

Das Buch bietet verständliche Erklärungen zu Grundlagen und Techniken. Die Übersicht und Erklärung zu den einzelnen Stoffen gefällt mir. Soweit so gut.

Aber.

Mir fehlen z.B. QR-Codes zu den einzelnen Themen um  das Gezeigte in einer bewegten Erklärung genauer nachvollziehen zu können. Ein solches Buch ist für mich in dieser Form inzwischen etwas altbacken finde ich. Heute, im Zeitalter des Bewegtbildes stellen wir an das Erwerben von Wissen und das Beheben von Problemen hohe Ansprüche an ein Medium. So ein Buch ist ja nicht wie eine Nomenklatur die auf ganz andere Weise dazu anregt in die Hand genommen zu werden. Zugegeben mich überrascht ein solches Buch aber ich kenne genug Leute die sich gerne auf eine solche Weise mit einem Thema vertraut machen. Wer also Freude an klassischen Fachbüchern hat dem wird das Buch gefallen.

Wie aus einer alten Lieblingshose eine neue Hose wird. Schnittabnehmen und selber seine Lieblingshose nähen.

Ich habe eine Lieblingshose in verschiedenen Farben. Leider fallen diese Hosen mir inzwischen vom Laib weil sie materialermüdet sind. Was tun wenn dieses Modell vom Hersteller aus dem Programm genommen wurde? Selbermachen! Nur wie? Wie kommt man nun zum Schnitt? Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Man gewöhnt sich an die Idee und sucht nach einer neuen Lieblingshose. Nachteil dabei: die Suche ist mühsam und man ist erneut abhängig.

2. Man sucht eine Schnittdirektrice auf und lässt sich einen Schnitt von der Lieblingshose machen. Vorteil: die Fachfrau kann es und man bekommt einen funktionierende Schnitt.

3. Man trennt eine noch möglichst gut erhaltene Hose auf und macht sich selbst daraus einen Schnitt. Nachteil: die Hose ist verzogen da oft gewaschen und getragen und es ist nicht leicht hier einen guten Schnitt abzunehmen. Vorteil: Man hat (theoretisch) den Schnitt gleich und muss nicht Warten. Man macht eine wertvolle neue Erfahrung! Nachteil: es ist anspruchsvoll und zeitaufwändig (und kostet Nerven).

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten der Berichterstattung:

  1. Ich nenne sie mal die „bezaubernde Jeannie-Variante“ die da ungefähr so kling: Ach da hab ich mir mal schnell meine Lieblingshose nachgenäht! Wie das geht? Einfach die alte Hose auftrennen, den Schnitt abnehmen, neune Hose aus Biostoff nähen, ein Nesselmodell braucht es hier nicht und dann viel gut aussehen auf stimmungsvollen Fotos.
  2. die „ich weiß nicht genau wie es geht wird, will es aber unbedingt also kämpfe ich-Variante“. Hier fließt Schweiß, fallen Flüche, fließen Tränen und am Ende sitzt, nach tagelangem Ringen, eine neue Lieblingshose an einem erschöpften Laib. Gut dabei aussehen Fehlanzeige!

Die erste Variante wird es hier nicht geben. Dafür finden sich x andere Blogs wo immer alles ganz einfach aussieht und man sich dann beim Selbstversuch völlig blöd vorkommt weil auf einmal lauter Eventualitäten aus dem Nichts auftauchen und man gar keine so gute Figur beim DIY-Projekt macht.

Ich fragte mich eine ganze Weile ob ich dieses Fass nun aufmachen solle und, viel wichtiger, ob ich es hinbekommen würde. Ich trennte also eine der Hosen auf (ich hatte eine die ich wegen der Farbe wenig getragen hatte). Das Auftrennen der Kappnähte war schon eine Sache für sich und ein Hauch erster Zweifel tauchten auf.

Ich reduzierte ein paar Schmucktaschen weg weil die Anzahl an Teilen und die Machart mich eh schon zu überfordern drohte und nahm in stundenlanger Arbeit den Schnitt auf Packpapier ab. Bis hier ist schon ein Tag vergangen (natürlich habe ich dazwischen  mal gekocht oder sowas)

Jetzt dauerte es wieder einige Wochen weil ich mich nicht an die Umsetzung traute. Warum? Weil ich fürchtete dass der Schnitt nicht reibungslos funktioniert und dann gewiss ist dass ich Stunden versenkt hatte und das Projekt wieder auf Null steht.

Ich raffte meinen Mut zusammen und fertigte sinnvollerweise ein Nesserlmodell an. Bis ich raus hatte wie das mit den Kappnähten ging und wie die aufwändigen Teile der Reihe nach zusammen gehörten verging wieder ein Arbeitstag. Am Abend wusste ich dann wenigstens dass es funktioniert, die Hose passt.

Am nächsten Tag begann ich also mit dem „echten“ Stoff zu arbeiten. Es vergingen wieder viele Stunden mit Zuschneiden, Abnähern am Knie, Kapp- und  Ziernähten. Ich träumte nachts von der Hose und war in Summer durchaus angespannt.

Natürlich wurde ich von meinem Mann und meiner Freundin zu recht gefragt warum ich so angespannt sei denn das Projekt sein doch absolut freiwillig (mein armer Mann muss schon auch mitleiden in solchen Phasen!). Für mich macht das keinen Unterschied ob etwas freiwillig ist oder ein Projekt beruflicher Natur ist. Es geht darum eine Aufgabe, ein Rätsel erfolgreich zu lösen. Schaff ich es oder nicht ist die Frage. Zumal mir daran lag eine dauerhafte Lösung für mein Hosenproblem in Händen zu halten. Nebenbei fällt es mir schwer etwas einzustampfen wo ich Tage investiert habe. Dazu habe ich zu wenig Zeit und zu viel vor! Ich gehöre nicht zu den Leuten die angefangene Projekte so lange liegen lassen bis sie erfolgreich verdrängt werden können um irgendwann in der Vergessenheit klammheimlich entsorgt zu werden.

Irgendwann war es dann geschafft. Die Hose sitzt wie gewünscht. Ab jetzt kann sie in allen Farben so oft reproduziert werden wie ich Zeit und Geduld habe.

Dafür musste ich nur noch am Schnitt eine Änderung vornehmen. Nicht wegen der Passform sondern wegen der Herstellungsfunktionalität. So wie der Schnitt war war er vielleicht gut, aber für mich an einer Stelle absolut ätzend in der Verarbeitung.

Das Ändern dieser neuralgischen Stelle kostete wieder 2 Stunden bis alles so aussah dass es zukünftig für mich einfacher sein  würde denn ich habe vor mir mehrere Hosen zu nähen, nicht nur eine einzige.

Es ist eine Woche vergangen und ich habe die Hose noch nicht getragen. Warum? Weil die Erinnerung an die Mühen noch zu frisch sind um sie dem Leben und damit der Vergänglichkeit zu überlassen. Das geht mir mit neuen Hausschuhen auch so. Es dauert bis ich mir einen Ruck geben und das Erschaffene zum Alltagsgegenstand wird.

Ist es denn nun sinnvoll sich so viel Mühe zu machen oder eher doch nicht?

Wer den einfachen Weg gehen möchte sollte aus meiner Sicht solche Vorhaben vermeiden und sich im Internet ein neues Kleidungsstück kaufen.

Wer an seinem Knowhow arbeiten will und nebenbei ein Stück weiter unabhängig von der Modeindustrie werden möchte der lacht sich mit einem solchen Projekt eine würdige Entwicklungshilfe an! Ich freu mich sehr über mein Ergebnis und verkneife mir gerade das Einkaufen im Stoffladen. Das muss jetzt eine Weile warten weil ich eine Menge anderer Dinge zu tun habe und mich nicht durch schöne buten Hosen ablenken lassen will.

(Werbung) WERNERS Nomenklatur der Farben von p. Syme

Ich liebe Farben! Sich über Farbe zu unterhalten ist allerdings schwierig, absolut schwierig da jeder Farben anders wahrnimmt und sieht. Es gibt Farben über die man einfach nicht streiten kann. Tükis, ein Grünblau, Taubenblau sind zum Beispiel Farben wo sich die Geister scheiden und Diskussionen müssig und überflüssig sind.

Früher hatte meine Mutter ein dunkelgraublaues Auto und behauptete steif und fest es sei  anthrazitfarben. Wie drei anderen Familienmitglieder waren einig der Meinung das Auto sei blaugrau und der Hersteller gab den Farbton auch so an. Es war nichts zu machen nichts und niemand konnte meine Mutter überzeugen.

So verhält es sich auch mit dem Türkis welches schon sehr nah an Blau reicht. Die einen sehen den Blauanteil bereits in der Farbe und für die anderen ist es noch völlig Grün. Ich bin zwar stark kurzsichtig und mir wird schwindelig wenn mein Augenarzt mir sagt wie mäßig meine Sehleistung ist aber ich kann Farben sehr differenziert sehen! Während für mich maginale Unterschiede entscheidend sein können, sind diese meinem Umfeld meistens eher unwichtig.

Ebenso wie Farben an sich liebe ich Bücher die sie sich mit Farben beschäftigen. Als ich das Buch WERNERS Nomenkaltur der Farben (Affiliate-Link) angepasst an Zoologier, Botanik, Chemie, Mineralogier, Anatomie und die Kunst von P. Syme sah war klar dass ich dieses Buch haben muss. Dieses Buch verwendet Charles Dawin zur Farbbeschreibung auf seiner Reise mit der HMS Beagle.

Welche Farbe hat die Ringelblume, der Zitronenfalter oder der Feuerstein? Um die Natur genau zu beschreiben, ist eine verbindliche Benennung der Farben unumgänglich. 

Wie genau man sich nun auf eine so verbindliche Benennung einigt wenn jeder die Farbe anders sieht und noch dazu möglicherweise sein Recht haben möchte ist mir unklar. Aber dieses Buch ist eine meditative Freude. Innehalten, das Buch aufschlagen, eine Farbe betrachten, den Namen lesen und dann seine inneren Entsprechungen tief im eigenen Herzen aufsuchen. Farbe als kleines Gebet!

Das Buch ist im Haupt Verlag erschienen. Dieser Verlag macht mir immer wieder aufs neue Freude!

 

(Werbung) Noch ein Buchschatz! Willy Puchners Welt der Farben

Dieses Buch ist auch ein „Glücklichmacher“. Es beschäftigt sich auch mit Farben. Anders, weniger wissenschaftlich, viel poetischer.

Er verknüpft lose Gedanken, Zitate und Eindrücke zu faszinierenden Tagebuch-Bildern voll überraschender Details, sammelt Materialien, verwirft sie, sammelt weiter, benennt die Farben neu.

Dieses Buch ist ein Schatz für kleine und große Leute.