Die „Extrameile“ gehen

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Die Sommerferien gehen ins letzte Drittel und ich habe es noch nicht geschafft mich ferienhaft zu fühlen. Warum? Diese Feriennummer ist doch jedes Jahr ein  bisschen wie eine Mogelpackung. Im Kopf sitze ich immer gerne diesem schönen Trugbild von 6 Wochen Ferien auf. Wer hat denn eigentlich Ferien? Meine Kinder! Ich hab weder Ferien noch Urlaub, aber ich würde es jedes Jahr gerne wieder glauben. Immerzu geht es weiter mit Wäsche, Haushalt, noch öfter hat jemand Hunger, Einkaufen und co. Vor zwei Jahren schaffte ich es die fließende Zeit zu genießen und empfand es tatsächlich als urlaubsähnliche Zeit. Das war toll und ich erinnere mich an dieses tolle Gefühl. Jetzt fließt die Zeit auch. Das ist schon mal gut und es gibt keine Schulthemen, auch sehr gut. Von Rumlungern bin ich aber weit entfernt. Auch mein Mann nutzte seinen Urlaub und jedes Wochenende komplett für unser neues Projekt. Gut, das Wetter lud nicht zu der erhofften Bayerischen Seentour ein. Hier wird geschuftet. Die eigene Komfortzone verlassen und Machen. Das ist dann die Extrameile die man gehen muss wenn man ein Ziel vor Augen hat und es auch erreichen will. Zu oft hören wir „man müsste mal..“ und dann kommt nix ins Tun. Nicht unser Ding!
Dazwischen gab es dünn gestreut freie Stunden, schöne Begegnungen. Davon berichte ich noch. Habt einen schönen Tag!

Wie filze ich einen Stein? Filzkurs

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Letzte Woche fand hier ein Filzkurs statt. Ein wirklich großer Stein wurde gefilzt. Schöne gemeinsame Stunden, wieder ein lieber Filzgast, was für eine Freude! Als ich aufräumen wollte bin ich fast auf diese große Kröte gestiegen die plötzlich da saß. Ganz starr und Pablo munter neben dran. Mein Mann meinte er sei wahrscheinlich schon halb auf dem Weg zum Himmel, hat ihn aber zum nächsten Bächlein gebracht. Wiederbelebt wurde er dann von Marie indem sie ihn mit Wasser bespritzt hat. Schwuppdiwupp ist sie ins Nass gesprungen und weg geschwommen. Gut so!

Gleich am nächsten Tat erreichte mich dieses schöne Feedback:

Liebe Sophia, ich wollte mich unbedingt nochmals bei dir melden und dir nochmal für die tolle Zeit bei dir danken.
Das Filzen bei dir hat mir so viel Spaß gemacht. Es war definitiv besser als jedes Wellness-Wochenende wobei ich tierischen Muskelkater habe.
Es ist so schön, wie du dich um deine Gäste kümmerst und richtig toll wie du bereitwillig dein Wissen teilst und Tipps und Tricks weitergibst.
Du nimmst dir soviel Zeit für deine Gäste und das obwohl du genug um die Ohren hast.
Es ist einfach cool, dass man mittendrin ist, deine Familie um einen rum wuselt und man nicht beiseite gehalten wird.
Du bist einfach herzlich und man fühlt sich sofort wohl bei dir. Du leitest einem so geschickt an, dass man sich bereits nach wenigen Minuten wie der erfahrenste Filzer ever fühlt.

Übrigens waren wie gestern noch beim Geburtstag von meinem Schwager. Ich hatte natürlich meinen Stein im Gepäck, der musste ja jedem gezeigt werden :-). Es waren ja alle auch neugierig.
Die Kids, die da waren haben ihn gleich in Beschlag genommen und es für den überhaupt coolsten Stein, der ganzen Welt erklärt und waren nicht mehr runter zu bekommen. War echt süß, wie sie da so draufgehockt sind. Meine Familie ist völlig begeistert. Herzlichsten Dank für alles und ganz liebe Grüße C.

Fertiger Filzstiefel, tolles Kursergebnis!

Filzstiefel

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Längst sind diese wunderschönen Filzstiefel beim der lieben Brigitte die sie gefilzt hat. Den Sommer über lang werden sie wohl bestaunt, im Herbst dann kommen sie zum Einsatz. Das hast du sehr gut gemacht liebe Brigitte. Danke an Michael Koppitz. Du bist auch wiedermal toll!

Der nächste Filzkurs findet am 8.-9. Juli statt.

Wir erleben gerade viel, lernen nette Menschen kennen. Das Leben ist vielseitig. Gar nicht so einfach alles harmonisch unter einen Hut zu bekommen, so zu dosieren dass auch die schönsten Dinge nicht zur Reizüberflutung werden. Das geht bei mir ja schnell. Und weil der Apfel nicht weit vom Stamm fällt stimmt das für unsere Kinder wohl auch. Mein liebr Mann ist sowieso immerzu im Dauerlauf. Da hab ich aber keinen Einfluss drauf. Ich versuche um ihn herum alles auch für ihn zu erledigen damit er, wenn er daheim ist, sich ausruhen und Kraft tanken kann. Pausen, Regenerationsphasen für Nervensysthem und Körper. Das ist die große Kunst bei 4 Menschen. Einen wohltuenden Gleichklang der verschiedenen Saiten dieser Familie zu finden ist jeden Tag eine Herausforderung die Fingerspitzengefühl erfordert. Vor allem aber die Kunst sich von Zeit zu Zeit „leer“ zu machen, von sich selbst zurück zu treten um sein Gegenüber wahr zu nehmen in dem was er ist und was er gerade braucht. Dieses „Leermachen“, Raum schaffen um Anderes zu erkennen, habe ich versucht in meinen 10 Jahren Meditationsausbildung zu lernen. Jetzt, mit und an eigenen Kindern zu üben, das erlerte in den Alltag zu bringen, die klugen Dinge zu leben, ist eine andere Aufgabe, eine andere Ebene und doch helfen dieses vielen Jahre und haben ein vertrautes Polster ergeben. Ein Polster dass mir eine gewissen Sicherheit gibt, mich hält und mich manchmal abfedert wenn ich falle.

Hier ist es allgemein etwas ruhiger geworden. Ich hab in letzter Zeit keine Lust mich an den Rechner zu setzen. Bei Instagram gibts oft was zu kucken. Das ist so ganz anders weil ein kurzer Blick durch meine Augen mit dem Handy so wunderbar einfach geht. Diese paar Handgriffe nehmen mich nicht aus der Situation, unterbrechen nicht den Fluss des Geschehens. Das Handy ist wie ein kurzer Blick, ein kleiner Klick, zwei weitere nebenbei und schon verschwindet das Hilfmittel wieder in meiner Hosentasche. Weiter geht´s mit dem Erleben. Das Sitze am Rechner, das schreiben eines Posts ist da etwas ganz und gar anderes.

 

Tolles Filzergebnis aus dem vorletzten Filzkurs

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Das ist das Filzergebnis von Brigitte aus dem Stiefel-Filzkurs. Superschön! Ganz toll gemacht. So wie sie jetzt sind gehen sie zum Besohlen zum Schuster.

Brigitte hat mir ein Feedback geschickt. Ich freu mich am liebsten still und heimlich darüber, aber mein Mann sagt mir jedes mal das stille Freuen würde den zukünftigen Interessenten nicht weiter helfen. Ich soll es veröffentlichen, weil auch ich mich über Rezensionen freue. Also gut:

Liebe Sophia, ein Kurs für’s Leben…… und ja, hätte ich schon vor längerer Zeit bei dir einen Kurs gemacht, hätte ich mir Einiges http://deutsche-edpharm.com/levitra/ ersparen http://deutsche-edpharm.com können. Deine ausgeklügelten und wirklich genialen Ideen dieses Handwerk umzusetzen haben mich fasziniert. Ich habe das Gefühl, das ich all die Gespräche und Eindrücke fest in meine Stiefel eingearbeitet habe. Es waren zwei wunderbare Tage. Auch ich habe als schon erfahrene Filzerin viel dazu gelernt, durfte deine lieben Kinder kennenlernen mich in deinem gemütlichen Nest wohlfühlen und wurde kulinarisch lecker versorgt. Ich kam als Kursteilnehmerin und ging als Freundin und wünsche mir, das wr uns einmal wiedersehen. Vielen herzlichen Dank noch einmal für die schöne Zeit bei dir. Allerherzlichst Brigitte

Filzkurs

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Vor einer Woche wurden hier Stiefel gefilzt. Wir amüsierten uns darüber dass meine Fingernägel genau zum Filz passte. Es waren intensive, schöne Stunden. Ich habe wirklich Glück, es kommen immer wunderbare Menschen zu mir und ich habe die Gelegenheit und Freude sie kennenlernen zu dürfen indem wir gemeinsam Arbeiten. Etwas gemeinsam zu tun ist für mich die erfüllendste Art gemeinsam Zeit zu verbringen. Und am Ende verabschiede ich mich mit warmen, freundschaftlichen Gefühlen und hoffe auf ein Wiedersehen.

Morgen findet hier ein Tageskurs statt. Wir werden und mit dem Besticken von Perlen beschäftigen. Daraus entstehen dann Märchenketten.

Bequemschuh

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Gute Schuhe zu fertigen ist eine Kunst! Was aber sind denn eigentlich Gute Schuhe? Der Schuhorthopädiemeister, wo ich meine Einlagen habe machen lassen, erklärt mir wie ein guter Schuh aus seiner Sicht sein muss: einen stabilen Fersenhalt sollte der Schuh haben. Die Zehen sollten, wie bei kleinen Kindern, einen Daumen Spiel zur Schuhspitze haben damit der Fuß ausreichend Platz für die Abrollbewegung hat. Natürlich geht das weder bei hohen Schuhen noch bei Ballerinas ohne Riemen. Da entscheide man zu Gunsten der Schönheit eben gegen einen gesunden Tritt.

Der Schuster sagt seine Maßschuhe hätten keinen cm Platz vorne. Auch hier gibt es einen  Kompromiss zu Gunsten eines formschönen Schuhs.

Das individuelle Schönheitsempfinden spielt eine wesentliche Rolle. Bei dem grünen Halbschuh lag für mich die Anlehnung an die Waldläuferschuhe so auf der Hand dass ich zunächst sehr zurückhaltend war. Globig, breit und null schnittig kommt dieser Schuh daher. Total komfortabel, absolut bequem, aber eben ein Bequemschuh. Ich bin in meiner Schulzeit umgeben gewesen von Birkenstock- und Bequemschuhträgern und ja, ich fand diese Entenschuhe schon damals fürchterlich. Wenn selbige dann noch ausgelatscht sind gibt es für mich kaum etwas unattraktiveres. Da hilft für mich auch kein knallgrünes Schlangenlederimitat und schon gar keine Blümchen um das ganze Salonfähig zu machen. Selbst vor ein paar Jahren erlebte ich wieder eine Mutter die ihrem Kind knallrote Waldläuferschuhe in zwei Nummern zu goß anzog. Auf meine Frage hin warum der Schuh so groß wäre sagte sie „weil man in diese teuren Schuhe ja reinwachsen könne“. Das dauende Stolpern des Mädchens wurde dabei in Kauf genommen. Ich verstehe so einen Ansatz überhaupt nicht!

Nun, mit meinen Lieblingshosen fällt der orthopädischer Bequemschuhlook für mich nicht auf. Allerdings würde ich mich beim nächsten mal wieder für eine höhere Variante entscheiden. Durch die schmele Stelle an den Fesseln bekommt der bequeme Schuh wieder etwas sportlicheres.

Wenn ich mich umsehe finde ich selten Schuhe schön. Höchst selten sogar! Weil meine Füße bestimmte Dinge nicht mitmachen und ich schon längst nicht mehr gewillt bin wegen Schuhen die Zähne zusammen zu beißen habe ich mich von der Idee „schöne Schuhe“ schon lange verabschiedet und wähle inzwischen Schuhe aus die ich farblich gut finde, vielleicht nicht schön sind aber dafür polarisieren und bequem sind.

Es gibt viele Überlegungen zum Schuhthema. Eines ist mir ganz bewusst  geworden. Schuhe sind viel mehr als nur Schuhe. Nicht nur Kleider machen Leute. Schuhe sind auch Ausdruck eines Lebensgefühl einer Einstellung zur Gesundheit, zur Schönheit, zur Natur zum Lebensstil. Den idealen Schuh für alle Gelegenheiten, für alle Bedürfnisse gibt es nicht! Eine Überraschung für mich. Das könnte natürlich längst klar sein weil es ja überall präsent ist; Abendschuhe, Laufschuhe, Bergschuhe, Gummistiefel, Radlschuhe u.v.m. Und doch habe ich mir das nicht wirklich klar gemacht sondern diese alltägliche Selbstverständlichkeit als Firlefanz und Schickipeng abgetan. In einer Zeit wo es für jeden Kuchen einen besonderen Teller gibt, jeder Kaffee seinen eigenen Behälter bekommt, man aus x Milchsorten wählenkann, neige ich dazu diese Vielfalt als Schnickschnack und weitgehend überflüssig zu empfinden. Innerlich hoffe ich oft wahren Allrounder zu finden. Für den Winter habe ich meinen Schuhallrounder in den halbhohen Filzstiefeln mit seitlicher Bindung für mich gefunden; federleicht, warm, wunderbar stoßgefedert, bequem, atmungsaktiv farblich schön und ich finde ihn cool. Ja, er ist auch Ausdruck meines Lebensgefühls.