Neue Online-Video-Filzkurse!

HURRA! Es gibt neue Kursinhalte in meinem ARTZULEBEN SHOP. Noch Anfang Dezember vergangenen Jahres haben wir neue Kursangebote aufgezeichnet. Ich betrachte inzwischen jede Werbung mit Ehrfurcht weil ich mir vorstellen kann, wie oft sich die Damen die Haare neu stylen lassen mussten um sie erneut in weiße Pflegemilch sinken zu lassen. Fürchterlich!

Es hängt unglaublich viel Arbeit daran, das Videomaterial und die Oberfläche meines Onlineshops so aufzubereiten, dass es für alle komfortabel in der Nutzung ist. Vor allem mein lieber Mann hat es nicht leicht, wirklich nicht. Er sitzt, neben seinem umfangreichen Hauptjob Stunden über Stunden an unserem gemeinsamen Projekt. Wenn ich ins Bett geh sitzt er gerne noch ein paar Stunden am Rechner. Er schreibt das Storyboard, er bereitet technisch alles vor -und vor allem nach, textet unermüdlich steht immer bereit für Fragen und Service unserer Kursteilnehmer.

Während des Drehs mach ich einfach was er sagt und solange bis er zufrieden ist. Natürlich weiß er, dass ich kein professioneller Präsentator bin und noch dazu das die Arbeit vor der Kamera für mich ein „Schlüpfen aus meiner Haut“ und eine Überwindung bedeutet. Seine 15 jährige Erfahrung als Radiomoderator mehrerer Morningshows machen es ihm leicht genau zu wissen was er haben möchte und wie er mich motiviert und vor allem fördert. Ich bemüh mich wirklich und er ist überaus geduldig mit mir. Dazwischen kann ich mir kleine Ausbrecher nicht verkneifen…

Das Projekt wächst und wir planen neue Themen. Ich freu mich auf das Seifensieden. Meine Miniatu-Revolution gegenüber der Kosmetikverordnung. Bis es aber zur Aufzeichnung kommt muss wieder viel Vorarbeit geleistet werden. Mein Mann hat sich eine neue Kamera gekauft und fuchst sich ein. So sind wir zeitlich noch unabhängiger und brauchen nicht immer einen Kameramann. Am Ende wollen wir eben immer alles selber können. Da kann man nur sagen: „Selber schuld!“

Seife mit Chiasamen. Seifen sieden lernen

Diese Seife zeigt uns um die Chiasamen Glycerin-Lakes. Gycerin River sind Transparente Flüsse die die Seife durchziehen. Das Glycerin bildet sich beim Verseifungsprozess und dient der Haut. Manche mögen die Optik nicht weil es die Farbe eben transparent durchzieht. Ich mag es dagegen sehr. Warum diese Flüsse entstehen hängt wohl mit der gewählten Wassermenge und der Nutzung von Titandioxid zusammen. Entgegenwirken kann man dem wenn man die Wassermenge reduziert. Ich habe hier keine Flüsse sondern kleine Seen bekommen. Warum direkt um die Chiasamen? Weil ich sie vorher in Wasser habe quellen lassen. das Wasser in dem Chiasamenglibber hat beim Verseifen die Bildung von Gyceribn angeschoben und es sammelte sich an der Setlle wo am meisten Wasser war. Damit festigt sich die Vermutung dass die Entstehung von Glycerin- Rivers stark mit Wasser zusammen häng.

Ich habe eine sehr gute Nachricht für alle die so gerne Seifen sieden wollen, sich aber (noch) nicht trauen. Es wird dazu schon bald einen Online-Video-Seifenkurs von mir geben. Meine Antwort auf das Kosmetikgesetz. Ihr dürft gespannt sein.

Salzseife mit Seegras

Diese Seife ist etwas besonderes für mich. Vor allem weil sie nicht so ist wie man eine Seife kennt. Sie schäumt kaum ist ganz glatt. Das Salz macht das Wasser sehr weich. Zermahlen in dem Glas eignet sie sich wundervoll nach der Gartenarbeit, zum Schrubben der Füße oder dem Rücken. Der Duft ist derzeit mein absoluter Favorit: Zirtronengras, Krauseminze, Rosmarin, Orange und Vetiver. Seegras bringt auch noch eine Prise Meerergeruch in die Seife. Ein Knaller!

Schatzekatze Pablo

Wie sehr hier alle unseren Pablo lieben ist dem geneigten Leser bereits bekannt. Er ist mein Stern! Marie behauptet Rosa steht ihm am besten (auf dem ersten Bild schaut er ja ehe genervt, das lag aber eher an mir und der damit verbundenen Störung). Er schlummert gerne im rosa Mädchentraum und beansprucht das Bett dann gerne für sich alleine.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und dieses ungeliebte Silvester steht wieder an. Ich lade inzwischen immer die zwei Familienrentner aus Daniels Familie ein. Sie sind immer mehr als glücklich bei uns sein zu können. Für mich ist es kein Opfer, schon gar nicht wenn ich sehe WIE froh die beiden über Gesellschaft sind. Kommt alle gut hinüber… von einem Kalendertag zum anderen.

 

 

Katze „Mugi-san“


Inzwischen nennt kaum mehr jemand hier unser Findelkind aus Spanien Sol. Meistens heißt sie Solimugi und Mugi-san. Sie hasst Felle! Hier hat sie sich wohl verirrt oder sie hat das Fell getestet weil es nicht Weiß ist. Die weißen Felle meidet sie wie der Teufel das Weihwasser. Da balanciert sie lieber über eine Fernbedienung damit auch kein Füßlein auf das weiße  Fellchen muss. Sie kommt immer mehr hier an und die Katzen vertragen sich meistens gut. Im Dauerhunger sind sie sich vollkommen einig. Wenn man sehr müde ist kann Tier auch gut nebeneinander liegen. Wenns Fad wird ist einander Jagen, Fauchen und Prügeln auch eine Möglichkeit. Da vergisst man schon auch mal die Grenzen des Spielens. Schön dass wir sie haben, auch wenn der Start alles andere als nebenher ging. Sie muss viel lernen was bei Pablo nie ein Thema war: ohne Krallen! Ging fast gar nicht in den ersten Wochen. Nicht immer beißen wenn man am Rücken angefasst wird. Ging auch lange nicht. Man muss nicht aus der Toilette trinken. Hier gibt es immer ein frisches Wasserschälchen. Auch Menschenessen wie Schokolade braucht man nicht essen, man bekommt regelmäßig etwas gutes extra für Katzen. Auch geht man nicht verloren nur weil man man mehr als 1 Minute draußen vor der Balkontüre steht. Das Katzenklo braucht es auch nicht weil man super in Mutters Rosen direkt vor der Türe k….. kann! Am liebsten liegt unser kleine Spanierin auf der möglichst warmen Fußbodenheizung im Bad oder auf dem Heizkörper in meiner Werkatat. Sicher ist jedenfalls dass sie meistens da ist wo einer von uns ist. Es hat gedauert, kleine Solimugi, aber jetzt hast du deine Familie gefunden!

Harmonisches Weihnachten?!

Wenn ich mich so umkucke und höre dann ist Weihnachten wie aus dem Bilderbuch. Gut, vorher sind alle wochenlang gestresst bis fast zur letzen Minute aber dann… dann glänzt das Haus, die Frisur sitzt und alles ist im Harmoniemodus. Vielleicht wenigstens für die Fotos. Und wie so gerne erlebe ich die Zeit anders und wundere mich über das gelegentliche „Knirschen“ beim Betrachten der gezeigten Bilderbuchromantik an Dekoration und vollkommenem Zuhause und dem Zuhören der Berichte.

Bei uns waren die letzten Tage vor den Ferien schleppend. Die Kinder wollten nicht mehr zur Schule; zu laut dort, zu blöd, keine Lust. Jona weinte am Donnerstagmorgen, man sah die Nerven liegen blank. Ab Mittags, nach dem gemeinsamen Essen, verzogen sich die Kinder und wollten nur noch ihre Ruhe haben. Unterbrochen wurde das von der Frage: was gibt es denn zu Essen? Der Hauself war wohl Einkaufen gegangen und hat jedem das gemacht was ihm schmeckt, egal auch wenn das Abends dann drei verschiedene Sachen sind, für die Moral wirds gemacht. Sind Hauselfen eigentlich mal müde?

Anfang der Woche kaufte ich einen Christbaum. Mir ist es schon seit Jahren arg, dass ein Baum gefällt wird. Gleichzeitig erinnere ich mich genau wie schlimm es für mich war als meine Eltern, als ich etwa 19 Jahre alt war, den Weihnachtsbaum abgeschafft haben. Wir besprechen das in jedem Jahr neu und in diesem Jahr habe ich mich erstmals durchgesetzt und ein kleines Bäumchen gekauft. Weil die Kinder „Blingbling“ lieben bin ich extra noch einmal in die Stadt um silbere Anhänger zu besorgen. Ich finde er sieht sehr hübsch aus auf dem alten Tisch, hineingestellt in einen Weidenkorb. Mein Mann sagte: oh, sooo klein. Das waren damals die Leute die so einen kleinen Baum hatten die ich total bedauert habe. Meine Tochter: naja, er ist hübsch. Aber halt klein. Mein Sohn: So klein, ist ja voll blöd.

Am letzten Schultag stiegt meine Tochter ins Auto ein und schimpfte ohne Luft holen über fast alles bis sie daheim ankam um dann noch grantiger zu werden als sie sah dass ich schon die Geschenke unter den Baum gelegt hatte. Das hatte ich auf einem der stilvollen Weihnachtsbaumblogbilder gesehen und dachte ich versuch es für meine Leute auch so schön zu arrangieren. Klappt schon nicht so gut wie auf den Blogvorbildern weil die geschickten Geschenke der Familie nicht im selbigen Papier eingepackt waren wie die Übrigen. Blöd auch, dass schon mein Sohn vorher, er kam eine Schulstunde früher heim, seinen Unmut unverblümt äußerte: du machst alle Rituale kaputt!

Ja was soll ich sagen? Wer nichts macht kann auch nichts falsch machen! Im „Nichtsmachen“ sind größer werdende Kinder ja oft sehr gut. Höre ich auch von anderen Eltern. Meine Laune war am Tiefpunkt und Lust auf Weihnachten hatte ich nicht mehr. Alle wollen immer viel….. wie viele sind denn gewillt auch was zu tun und zu geben? Zu versuchen es aus ganzem Herzen gut zu machen? Auch wenn es nicht oft gelingt dass es gut für alle gut ist. Dieser Gedanke kommt mir nicht nur zu Weihnachten. Ich kenne mehr Menschen die immerzu was für sich wollen und im nehmen Spitze sind während die Zeit und die Kraft zum Geben leider immer zu knapp ist. Aus ganzem Herzen sich um etwas bemühen (außer um die eigenen Interessen und selbst da wird es mit dem aus ganzen Herzen schon schwierig) tut selten jemand. Kritik an nahezu allem was einem so unter kommt kann man überall hören und lesen. Da sind alle super drin! Konkrete Vorschläge etwas besser zu machen und das MACHEN selbst, da wirds dann wieder schnell recht dünn. Viel Zeit wird in endlosen Erklärungen, Bekundungen, Belehrungen und Entrüstung versenkt.

Schon in den vergangenen Jahren fand ich Weihnachten stets anspruchsvoll. Ich mag die Vorweihnachtszeit immer gerne. Heute erinnere ich mich daran wie meine Tochter einen Tobsuchtsanfall bekam, an Heiligabend, weil das Christkind nicht genau das Laufrad brachte wie das von der Freundin getestete und 3 Stunden lang für eine Krise sorgte. Da war ich kurz davor den Baum aus dem Fenster zu schmeißen und das Haus zu verlassen. Natürlich habe ich nichts dergleichen getan!

Ab etwa 16h wurde es gestern dann ruhiger und auch wieder etwas entspannter. Jona und ich sind in Ismaning später zum „lebendigen Adventskalender“ gegangen. Jeden Tag im Dezember wird eine andere Familie Gastgeber und empfängt, immer zur selben Zeit, die Gäste vor dem Haus die kommen wollen. Es wird gemeinsam gesungen, der Gastgeber liest einen Text, es gibt Plätzchen Punsch und hinterher noch einen vorweihnachtlichen Ratsch. Es ist immer besonders wenn fremde Menschen sich an die Hand nehmen und etwas gemeinsam tun. Friedlich, in diesem Moment ganz einig.

Mein Fazit ist auch in diesem Jahr: die Erwartungen und die innere Anspannung steigert sich derartig über den Advent, die Lebensgeschwindigkeit in der Gesellschaft nimmt Fahrt auf, dabei halten wir die Füße sehr still mit dem Chichigedönsm, dass diese Emotionen sich vorher, oder zu Heiligabend Luft machen. Die Werbungen, der Schmuck, die weihnachtlichen Vorzeigemotive überall steigern die Erwartung und die Ansprüche mit. All die wunderbaren Erzählungen wie schön und friedlich, wie dankbar und  nett die Kinder an Weihnachten waren und sind machen mich skeptisch. Sind die Kinder wirklich alle so brav oder wissen sie nur wo die Grenzen ihrer Eltern sind und welches Benehmen sie sich nicht zu leisten brauchen. Ich hätte mir nicht die kleinste Unmutsbekundung in Nähe meiner Eltern getraut. Mann, das hätte Ärger gegeben -und Folgen gehabt! Das heißt aber nicht dass ich diese Gefühle nicht hatte.

Wie dem auch sei, manchmal wünsche ich mir eine halbe Sekunde lang dass auch meine Kinder sich wenigstens so viel vor mir fürchten dass sie sich mal ein bisschen zurück nehmen in ihrem authentischen Benehmen und mir ein bisschen Frieden lassen und mich nicht immerzu fordern Hingabe auch inhaltlich zu erfüllen.

Und falls einer jetzt denkt meine Kinder sind aber kratzbürstige, verwöhnte Stoffel… ja, das sind sie wohl auch, neben dem dass sie absolut wundervoll sind so wie sie sind!

Ich wünsche Euch ein gesegnetes Fest! Mögen die ungnädigen Gefühle bereits verflogen sein, ebenso wie die Anspannung der letzten Wochen.

Mögen wir, nicht nur heute Abend, begreifen dass es nichts Schöneres gibt als gesund und munter, schlecht oder gut gelaunt, zufrieden oder knatschig einander zu haben!

Und ja, brave Leute zu lieben ist höchst einfach. Den Anderen zu lieben wenn er sich am blödesten benimmt, das ist groß, schön, erstrebenswert und schwierig. Auch das meint Weihnachten.

Grüne Filzstiefel. Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch-Stiefel

In dieser Farbe stelle ich mir den satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch vor. Herrlich polarisierend diese Schuhe.

Meine blauen Stiefel habe ich ebenfalls noch nicht angezogen. Sie sind mir so wertvoll dass es eine Weile dauert bis ich sie der Vergänglichkeit anheim gebe. Das erste Paar trage ich ja jetzt schon seit langem und sie sind fast wie neu, aber eben nur fast.

Aus gegebenem Anlass: Nein, ich verkaufe keine solchen Stiefel aber ich zeige in meinem Online-Video-Filzkurs wie man sich wundervolle Hausschuhe aus Filz selber machen kann. Mit dem erlernten Wissen kann man sich irgendwann auch an ein solch großes Projekt ran wagen.

 

Blaue-Stunde-Seife

Ich habe heute auf die „Blaue Stunde“ draußen gewartet bis ich ein Foto dieser Seife machte. In diesem Licht, ob im Winter oder Sommer, am Meer oder in den Bergen, schwinden die Grenzen. Alles nähert sich an, taucht ein in das große Blau. Ich liebe es!

Seife sieden ist Chemie. Es ist schwer identische Seifen zu sieden weil die Rohstoffe unter Umständen unter anderen Bedingungen gewachsen sind und deshalb z.B. eine andere Farbe haben. Farbe an sich ist kompliziert beim Sieden. Ich hatte eine Seife die war, im Crockpot, hellsteingrau. Das wollte ich nicht und fügte eine gute Messerspitze Lila hinzu. Ich hatte nun dunkles Steingrau. Als die Seife ausgeformt war leuchtete sie in leuchtendem Rotkohl. Das war mal eine Verwandlung. Meistens aber klappt es wie ich es mir vorstellte. Bei dieser blauen Seife sogar perfekt. Feinste Öle mit einem wundervollen Duft von grünem Tee. Ich überlegte lange wie die blaue Stunde wohl duften könne, kam aber zu keinem ausagekräftigen Schluß. So wählte ich einfach einen himmlichen Duft. Wie duftet wohl die Blaue Stunde für Euch?

Kostenstelle Igel und Matthäus 25

Hier war unsere kleine Krawallbürste „Sushi“ noch ganz klein und wog 220g. Jetzt wiegt sie schon 710g und ist kurz vor dem Winterschlaf. Das Knöpfchen zeigt dass dieser Igel eine Igelin ist.

Was bedeutet es einen Igel aufzunehmen? Es ist doch viel aufwändiger als man meint. Das Saubermachen ist dabei das Geringst finde ich. Hat man den Bogen erst einmal raus dann ist es absolut machbar. Es ist doch eher das Drumherum bis ein solch kleiner Igel gesund ist. Wer so klein so spät im Jahr gefunden wird hat Probleme. Verschiedene Würmer sorgen für Unwohlsein. Auch bei mir weil ein Igel, solange er Parasiten hat fürchterlich stinkt. So klein gehört er aber ins warme und so stinkt es im Haus. Sobald ein Igel von allen Würmern befreit ist riecht er unauffällig, sogar weniger als andere Haustiere. Das mag daran liegen dass jeden Tag der Käfig komplett gereinigt wird weil ein Igel eine Wildsau ist und auch gerne ins Trinkwasser kackt. Die Herausforderung ist es die richtigen Wurmmittel zu verabreichen. Eine Paste beseitigt Darmwürmer. Gespritzt muss ein Mittel gegen Lungenwürmer werden und dieses Medikament ist nicht ohne. Entweder der Igel schafft es oder er stirbt. Dieses Medikament ist alternativlos. Der Tod durch Würmer ist langwierig und leidvoll. Manch Tierarzt kuckt nur ob Befall ist dífferenziert aber zu wenig. Damit werden dann nur einige Parasiten entfernt, aber die schlimmste Sorte, die Lungenwürmer, eben nicht. Unsere Igelin hat sowas von gehustet. Sie liebt es halb in der Röhre zu liegen. Und da schallt dann ein Husten raus… unglaublich. Zeitaufwändig ist es also den Igel immer wieder zur fachkundigen Stelle zu fahren. Paste in den Mund, das mach ich, Spritzen will ich nicht. Gut dass ich eine Fachfrau 15 Minten entfernt habe die immer präsent ist.

Ein Igel frisst was das Zeug hält. Soll er ja auch weil er vor dem Winterschlaf zunehmen muss. 2 € pro Tag sind es mindestens die er verspeist! Dazu kommt der Tierarzt, Medikamente, viel Zeit.

Jeder Igel hat einen anderen Charakter und es macht mir Freude das zu beobachten.

Jetzt stinkt sie seit zwei Tagen nicht mehr. Davor war dieser Igel grenzwertig, wirklich. Ich hatte viel Migräne und da dachte ich ich halt sie nicht mehr aus.

Wenn ich mich morgens über das Chaos im Stall beuge und alles einrolle und anschließend säubere dann halte ich kurz inne und wende mich innerlich nach oben. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Matthäus 25“.  Meine Auslegung ist „was du für den Kleinsten dir anvertrauten getan hast, das hast du mir getan“. Das Niederknien vor dem Stall und dem kleinen Wesen ist derzeit meine tägliche Meditation, mein Gebet, meine Geste mich für alles zu bedanken. Die Ausgaben für das kleine Tier, die kleinen Tiere, kommen in den virtuellen Klingelbeutel.

Bald ist es Zeit auch für die kleine Igelin zu Schlafen. Meinem Toast Shibuya habe ich Heu vom Oberland in seinen Stall gelegt. Er baute mit Läppchen, Zeitung, Holzwolle und Heut sein Winternest. Es duftete nach Sommer und so kann er von ihm träumen. Bald, schon bald streift sein weiches Bäuchlein die feuchten Frühlingswiesen. Bis dahin wache ich noch eine Weile über die kleinen Wesen und dann kommt die große Freiheit.

 

 

Naturseife selber machen. Darf man solche Seife verkaufen?

Oberland-Heu-Seife. Feinste Zutaten. Es ist eine Freude eigene Seifen zu verwenden.

Ich habe immer wieder Anfragen ob ich sie verkaufe. Immer ist die Antwort gleich: nein! Aber warum denn nicht wenn so viele sie gerne haben möchten? Vor ein paar Wochen bin ich zu unserer Gemeinde um mich über Auflagen konkret zu informieren. Ohne Erfolg, ich wurde weiter nach München verwiesen. Dabei falle ich nicht unter München wie ich jetzt genau weiß sondern unter den Landkreis. Bis ich den zuständigen Mann am Telefon hatte dauerte es Stunden und x Leute die keine Ahnung hatten. Schlimm. Besagter Herr war freundlich und schickte mir einen Link.

Die Kosmetikindustrie erstickt auf diese Weise jeden Versuch etwas anderes zu wollen. Ich besprach mich mit einem netten Seifensieder aus München. Er meinte er sei mit den Formalitäten weit mehr beschäftigt als mit der Herstellung von Seifen. Interessieren würde das Papierzeugs kein Mensch aber es muss da sein für den Fall dass jemand Stress macht. Selbst jede Verpackung muss man einreichen, beäugen lassen, für eine Erlaubnis diese Verpackung zu verwenden bezahlen. Nicht nur für das Labor die die Rezepte bewertet, nein, nein! Es ist die große Kohlemacherei um eine Sache die so aufwendig gehalten wird. Da entsteht eine Erlösquelle für eine merkwürdige Zwischenfimen, das ist ja sehr praktisch für sie aber auch sehr unerfreulich für den Einzelnen.  Die Dreisten machen es einfach so, die meisten sind Unwissend und verkaufen einfach auf allerhand Märkte, oder die Leute haben noch Rechte die sie vor 2012 angeleiert haben. Heute, aktuell ist es nahezu unmöglich. Die baulichen Veränderungen und Kosten eine eigene Seifenküche zu erschaffen ist da inzwischen für mich die geringste Hürde. Da haben die großen Lobbyisten gute Arbeit gemacht und alles bis zum Erlöschen reguliert.

Die Seifensieder die alles korrekt machen, für alles brav bezahlen beäugen genauestens was Andere machen. Manch einer spielt sogar mit dem Gedanken andere „zu melden“. Da frag ich mich ob das wirklich Fürsorge um den Verbraucher ist oder nicht vielleicht doch einfach Unmut weil sich jemand erlaubt unkorrekt zu sein. Natürlich ist es nachzuvollziehen wenn ich den ganzen Ärger auf mich nehme und dann andere einfach so machen. Letzten Endes versteh ich diese Haltung aber nicht. Es ist eben eine Frage der Moral und wie ich mich im Leben allgemein verhalte. Ich reg mich vielleicht auch mal kurz auf, aber der Aufpasser und Besserwisser will ich nicht sein und erst recht kein Anschwärzer!

Dieses Gesetz schreibt sogar vor wem ich die Seifen schenken darf und wem im Grunde nicht. In welchem Rahmen ich das darf und in welchem http://deutsche-edpharm.com/levitra/ Zusammenhang selbst Geschenke wieder unter das Kosmetikgesetz fallen.

Am Ende fände ich es gut wenn wir uns alle gemeinsam gegen solche Auflagen aus Lobbygründen auflehnen würden und allesamt ohne alles munter sieden und verkaufen würden. Eine Seifensieder-Revolution. Das wäre klasse und befreiend, oder?! Zudem denke ich wer wirklich erstklassige Arbeit leistet und sich differenziert braucht keine Angst vor den „Nichtgewerblern“ haben die noch dazu illegal verkaufen. Ist so jemand wirklich Konkurrenz? Wenn Ja sollte man sich Gedanken machen!

Im Übrigen haben auch andere Berufe mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Jeder der ein Grafikprogramm auf dem Rechner hat wird sofort im Fall zum Designer.Wie viele Menschen kennt ihr die Kunst machen? Ich kenne vor allem Leute die das von sich selbst sagen. Und es bleibt doch immer nur durch Qualität zu überzeugen. Auch eine formale Absicherung garantiert nicht den Erfolg.

Wie dem auch sei, ich beuge mich vor allem der Kosmetikindustrie und der Tatsache dass ich kein Interesse habe 3000 mal die gleiche Verpackung samt Seifenrezept zu wählen nur weil mir das irgend jemand in einem Amt erlaubt hat und dafür kräftig abkassiert. Scheiß drauf, echt war. Dann verschenk ich und lass es mich mit den Seifensiedern und der Lebensmittelkontrolle und wer weiß noch mit wem anzulegen.

Alleine um des Prinzipes willen bleibt ein renitenter Rest in mir der einen Weg sucht eine Gesetzeslücke zu finden denn ich finde es unmöglich was sich da die Industrie leistet!

Und dann sind wir noch gar nicht bei der Preisfrage angekommen. Wisst Ihr wie vielen Leuten gar nicht klar ist wie zeitaufwändig so ein Handwerk ist? Wie teuer wundervolle Rohstoffe sind? Wie viele Leute ihre 99cent Seifen gewohnt sind und fast in Ohnmacht fallen wenn sie ein Stückchen Seife für 5€ oder mehr kaufen sollen? (es sei denn es steht eine Edelbiokosmetikfirma oder  eine dieser angesagten Parfümherstellernamen darauf). Und wir reden nicht von den Menschen die sich das nicht leisten können sondern von denen die es sich nicht leisten wollen. Toll finden solche Seifen ja so gut wie alle. Aber würde die Seife jemand für das was so eine Seife kosten MUSS kaufen. Versteuern müsste man den Umsatz ja auch noch…

Am Ende ist es vielleicht der Ansatz dass man eben doch nicht alles mit Geld kaufen kann was Schön und Wertvoll ist der etwas sehr versöhnliches in dieses Thema bringt. Ich siede weil mich diese Seifenstücke so sehr überzeugen und ich verschenke sie weil es mir Freude macht und ganz oft auch dem Beschenkten. Und damit erfüllt es das was mir am Wichtigsten ist.

 

UPDATE: Wir packen es an! Ab August 2019 gibt es meine Seifenstücke offiziell zu kaufen.
Unsere Seifenküche ist bereits amtlich abgenommen und wir stehen in den Startlöchern.
Münchner-Waschkultur.de – Alchemista Bohème