Eine Alternative zur Flüssigseife! Definitiv.

Könnt Ihr Euch noch an die Seifensprender von Früher erinnern? Es waren Spender wo man unten Drehen musste damit feine Seifenraspel auf die Hand fallen. Das war eigentlich eine spitzenmässige Sache (gut die Seifenqualität war nicht besonders) bis eine geniale Marketingkampagne, „ph neutral“, Flüssigseife in allen Variationen an alle Waschbecken platzierte. Bis heute halten sich zahlreiche, lausige Werbeversprechen in den Köpfen der Leute. Scheinbar stören keinen die trockenen Hände. Die Handcremeindustrie tanz und freut sich.

Aber es gibt auch eine Gegenbewegung!

Diese Lösung hier ist ein Alternativvorschlag oder auch eine „vorsichtige Umerziehungsmaßnahme“ für einen „Ausgewohnheitflüssigseifennutzer“.

Für Büros eigent sich ein solcher Edelstahlstreuer auch prima.  Im Büro ist die Hemmschwelle für ein Seifenstück auch fest in den Köpfen der Menschen verankert. Es wird angenommen dass ein Seifenstück unhygienischer ist als ein Flüssigseifenspender. Wer ernsthaft mit diesem Vorurteil aufräumen will sollte sich mal überlegen wie oft wohl so ein Seifensprender in seiner Lebenszeit abgewischt wird aber gleichzeitig in die wie viele Hände er genommen wird. Und, man sollte mal recherchieren wie gut sich Keime und Bakterien in diesen Seifenspendern vermehren können und wie mäßig sich selbige in dem eher „sauren Milieu“ eines Seifenstückes fühlen. Wie dem auch sei, ich finde diese Lösung hier toll und gleichzeitig werden sämtliche Seifenreste vom meiner Sefenherstellung weiter genutzt. Das ist doch mal eine Sache!

Lindenblütenseife

Ich war vor ein paar Monaten mit meiner Tochter in Wien. Wir haben uns im Ronacher ein Musical angesehen. Es war bewegend und leider einmalig weil es die letzte Aufführung mit dieser Besetzung war. Einmalig ist manchmal zu wenig um etwas ganz zu durchdringen, es so aufzunehmen dass alles so tief durchdrungen ist dass es vollständig ist. Wie ein Baumwolltuch dass nur kurz ins Färbemittel gehalten wird und die Farbe nicht für den gesamten Stoff ausreicht. Durchdrungensein bis in die tiefen Schichten braucht die Wiederholung weil mit dieser andere Facetten genau betrachtet werden können. Nun gut, wie müssen es nehmen wie es ist.

Wien stand in voller Lindenblüte und die Straßen wo wir uns aufhielten waren gesäumt von Linden. Für mich duftete die ganze Stadt nach dem lieblich, feinen, süßen Duft. Absolut großartig! So bleibt mir Wien in Erinnerung. Es war ein schöner und besonderer Ausflug mit meiner Tochter und ich wollte ihn emotional in einer Seife festhalten. Es ist eine Lindenblütenseife daraus geworden. Immer wenn ich sie verwende denke ich an diese Stunden mit meinem Kind, der sensationellen Aufführung und einem Wien umhüllt von Lindenblüte.

Linden wurden früher bevorzugt im Zentrum von Ortschaften gepflanzt. Die „Dorflinde“ war damit auch ein Treffpunkt für feierliche und gesellige Veranstaltungen, aber auch für öffentliche Gerichtsverhandlungen. Sie galten schon immer als Bäume der Liebenden, bis heute wird über diese Bäume gesungen und gedichtet. Der Baum hat ein weibliches und mütterliches Wesen mit zuversichtlicher, freudvoller, friedlicher und entspannter Ausstrahlung. Er schenkt Geborgenheit und Trost und spricht Schöngeister an. Das Holz ist bei Bildhauern beliebt weil es leicht zu bearbeiten ist. Die Linde ist dem Element Wasser und Luft zugeordnet. Als Heilmittel hat die Linde eine lange Tradition.

 

 

Was mach ich mit Seifenresten?

Ich liebe Seifenraspel! Sie sind so hübsch und dazu noch nützlich. Man kann sie wunderbar nutzen um seinen Holzboden zu säubern. Einfach statt Putzmittel ins Putzwasser geben. Holz mag kein Wasser aber wenn geputzt werden muss freut sich der Boden über die schonende, „rückfettende“ Seifenwasser mehr als über Neutralreiniger und co.!

Diese Raspel kommen von diversen Flierder bzw. Veilchenseifen. Die kleinen Pünktchen zeigen die geriebene Veilchenwurzel die ich mit versiedet habe.

 

Die 12 Bibelöle in einer Seife

Direkt nach Weihnachten bin ich im Oberland zum Wallfahrtsort Maria Birkenstein gefahren. Ich mag diese hübsche kleine Kirche sehr. Sie hat einen wunderbaren Ausblick an der Decke.

Es war bereits der zweite Anlauf mit dem Vorhaben dort das gesegnete Quellwasser zu holen. Es lag viel Schnee und unglaublich viele Leute waren auf den Beinen, mit Kind und Kegel, Schlitten und Co. und ich bekam zunächst keinen Parkplatz in erreichbarer Nähe. Am Ende klappte es, aber ich war nahe dran wieder umzudrehen. Dieses Wasser zu holen nahm den gesamten Tag in Anspruch da schon hinwärts ins Oberland wie so oft auf der Salzburger Autobahn Stau war, rückwärts dann wieder Stau. Eine Demutsaufgabe an diesem Tag, wirklich.

Aus Israel kam per Post für diese Seife Honig von Dattelblüten und Bienenwachs ist ebenso Teil des Rezeptes.

In der Bibel werden 12 ätherische Öle erwähnt. Manche dieser Öle können nicht über Wasserdestillation gewonnen werden. Ein aufwändigeres Verfahren ist nötig um aus Weihrauch einen Duft zu gewinnen. Daher werden diese Öle in sehr kleinen Mengen angeboten und sind damit, durch den Aufwand der Gewinnung auch sehr kostspielig.

Der Stempel zeigt das Agnus Dei, das Lamm Gottes. Es ist das seit ältester Zeit im Christentum verbreitetes Symbol für Jesus Christus. Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, ist es ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi.

Das Sieden war spannend, da so viele Zutaten im Rezept sind die den Seifenleim richtig aufheizen. Gut, dass es draußen nur 2 Grad hatte und ich die Seife hinaus stellen konnte. Ich hoffte alles würde gelingen sonst hätte ich ziemlich kostbare Zutaten verhunzt.

Nun ist diese Seife gereift und ich werde sie zu Ostern verschenken.

Die Namen, die Bedeutung und Wirkung der besagten ätherischen Öle, der Inhaltsstoffe, sowie die genauen Bibelstellen, das gesamte Rezept wird es vielleicht im Laufe des Jahres als Rezeptkartenerweiterung für meine Seifenkartenbox- Das Zauberwerkzeug für alle Seifenmacher geben.

 

 

 

Bienewachs-Honig Weizenkeimling-Seife

Feine Öle und Fette, Bienenhonig, Bienenwachs, Propolis, Weizenkeime und Nelkenduft. Diese Seife ist für mich ein Traum! Sie duftet nach allen Zutaten und fühlt sich dabei samtweich und warm an. Der wohlig, geborgenen des Duftes von Bienenwachs rundet diese Seife ab. Eine solche Seife steht nun gar nicht im Bad, sondern an meinem Arbeitsplatz. So kann ich sie immer in die Hand nehmen und daran schnuppern.

Seife aus dem Crock-Pot (Heißverseifung)

Diese Seife habe ich im Crock-Pot „schnellverseift“. Während der kalte Verseifungsprozess eine 4-6 wöchige Reifezeit benötigt, geht es Ruckzuck mit der Heißverseifung. In wenigen Stunden hat man eine gebrauchsfertige Seife. Hier wurde die Farbe weit blaser als ersonnen, aber beim zweiten Anlauf kam sie dann intensiver zur Geltung. Wenig Farbe tut dem Vorhaben keinen Abbruch und die Blüten hübschen die etwas sehr hautfarbene Optik auf. Durch die Bänder kann man die Seife wunderbar aufhängen. So trocknet das Stück gut ab und bereitet auch dadurch lange Freude.

Nordsee-Seife

Eine Variante der Friesenseife. Farbig etwas intensiver.

Sie schäumt fein. Durch den feinen Schlick ist diese Seife bestens geeignet um sich die Hände ordentlich, nach rustikaler Arbeit, sauber zu schrubben. Schön auch für die Fußpflege.

Wie man sieht geht es weiter mit der Seiferei. Das liegt schlicht an der Tatsache dass ich intensiv an der Seifenkarten-Box arbeite. Flankiert wird dieses Aufgabe mit einem anderen Projekt in Ergänzung dazu. So habe ich derzeit weniger Raum für andere mögliche Tätigkeiten.

Gut, die Sache mit der Herstellung von Creme und Hautpflege ist noch mein Freizeitvergnügen.

 

Engel Weihnachtsseife

Schon bald ist Weihnachten. Bereits in den Sommerferien habe ich mich mit meinen Weihnachtsgeschenken beschäftigt und manche von den Seifenstücken mit Engelflügeln bestempelt. Engel kann man ja nie genug haben und immer brauchen aber gerade zu Weihnachten mögen wir sie doch sehr. Überfettet ist diese Seife mit feinem Sumpfblumenöl.

Habt einen schönen 2. Advent.