Fragrance Babypuder. Seife selber machen

Babypuder nutze ich lediglich für meine Latexsohlen. Ich weiß gar nicht was genau man damit am Baby macht, ich habe es scheinbar nie gebraucht. Aber den Duft verbinde ich dennoch mit Babysachen. Ich wollte federleichte, sehr pflegende Schaumwolken sieden mit genau diesem Duft. Selbst der Farbton, das Pastellmint hat so funktioniert wie ich es mir vorstellte. Gefällt mir prima.

Bei uns kehrt irgendwie keine Ruhe ein. Wir sind mitten in großen Veränderungen. Selbige wirbeln ja bekanntlich immer Staub auf. Wie froh ich da bin dass wir uns, mein Mann und ich, einfach so sehr mögen, beste Freunde sind, sonst wären manche Zeiten wirklich schwieriger. Meine Großeltern waren nach dem Krieg fest entschlossen dass es ihren Kinder einmal besser gehen solle. Sie haben diesen Entschluss bis zum letzten Tag ihres Lebens gelebt. Wunderbare, geliebte Leute! Sogar wir Enkelkinder waren in diesen Entschluss eingeschlossen. Und ich bin ebenso wild entschlossen wie sie damals. Nicht mit dem Hintergrund von Krieg, Gott sei Dank.

„Freaky-whipped-Apple“ Seife mit dem nostalgischen Duft von Schauma Apfelblüte

Als ich ein Kind war kam von Schauma die Sorte Apfelblüte auf den Markt. Natürlich kaufte meine Mutter dieses Shampoo nicht. Mein Sandkastenfreund hatte immer zuhause alles was gerade neu und angesagt war. Nostalgie bewegte mich also zu dieser Schwimmseife. Alles lief bestens bis ich den Duft zu dem Seifenleim gab. Manche Düfte haben wirklich eine durchschlagende Wirkung und es entsteht quasi in Sekunden aus einer schönen puddingähnlicher Masse „Blitzbeton“. Die Masse dickt sofort an und ist dann bestenfalls so trocken wie Topfen den man  durch ein Baumwolltuch ausgedrückt hat. Diese Masse dann noch in eine Form zu bekommen macht dann schon mal kurz Stress weil mit jeder Minute diese Masse noch unhandlicher wird. In meinem Fall hantierte ich dann mit einem Spachtel (den ich natürlich erst mal aus dem Keller fischen musste, klar). Die Farbe  polarisiert auch. So leuchtend hatte ich das nicht erwartet.

Dieser Tag fing schon fordernd an und ich hatte kaum die Augen auf da musste ich schon ein soziales Problem lösen. Auf dem Weg zur Schule dann entdeckte Marie ein großes Tierchen auf der Strasse. Es war ein toter, großer Igel. Marie weinte bis zur Schule. Es ist fürchterlich wenn man solche Tiere den ganzen Winter hochpäppelt und dann sieht man stattliche Igel überfahren. Ich überlegte den ganzen Heimweg wie ich das jetzt machen würde mit dem Igel. Ich kann es nicht aushalten wenn noch 20 Autos über das Körperkleid fahren. Zuerst dachte ich ich würde jemanden bitten mir beim Einsammeln zu helfen, entschied aber dass ich das jetzt für den Igel selber können möchte. Ich besorgte also aus dem Pappcontainer einen Karton. Auf dem Weg zum Igel kamen mir drei Nachbarn entgegen. Alle verzogen das Gesicht und sagten: „Ihh, das ist furchtbar. Ich könnt das nicht. Das Du das kannst…!“ Was heißt eigentlich immer „Ich kann nicht das nicht, oder „ich kann nicht mehr“?“ Ein „Ich kann das nicht“ muss man sich leisten können -und auch wollen!

Ich war auch der Meinung sowas kann ich nicht denn der kleine Körper sah schlimm aus, aber diese Geste ist das letzte was ich für dieses Wesen tun kann. Es knabberte bereits eine Krähe an ihm und ich brachte das Tier also in die nächsten Büsche und spülte das Blut und so  sauber weg von der Strasse.

Haben solche Situationen nicht vielmehr damit zu tun ob man bereit ist seine Bequemzone zu verlassen. Manche Dinge müssen einfach getan werden.

Ich erlebe auf der einen Seite Menschen die ständig gegen sich arbeiten, kaum in sich hineinhören ob das was sie leben das ist was sie wirklich wollen. Und auf der anderen Seite sehe dass sich die Leute dauernd fragen ob sie Lust haben auf das was es an Aufgaben zu erledigen gibt.

Mich befremdet beides! Für mich geht es darum in mir zu hören welche Ziele ich habe, was ich gerne leben möchte, wie und was ich gerne (be)wirken möchte. Auf dem Weg gibt es viele Momente wo es dann einfach nicht darum geht ob ich heute, gerade jetzt dazu Lust habe, müde bin oder andere Befindlichkeiten habe, sondern darum den Weg wirklich zu gehen. Mit allem was dazu gehört. Innehalten und der inneren Stimme lauschen, sich versorgen und umsorgen hat nichts damit zu tun nach dem Lustprinzip zu „wandern“.  Der Lebensweg gleicht für mich einer Pilgerreise, wird getragen vom Spirit nach dem ich mich ausrichte. Mich dauend zu fragen ob ich zu anfallenden Aufgaben Lust habe, spielt da keine tragende Rolle. Sich sogar wegducken ist für mich keine Option und mir einfach zu bequem.

Online! Videokurs Seifen selber machen

Geschafft! Mein neuer Videokurs zum Thema „Seifensieden“ ist jetzt online. Wir haben die letzten Wochen für Euch acht Videomodule produziert in dem ich jeden Schritt der Seifenherstellung genau erkläre.

Es fängt an mit dem Seifenrechner bis hin zur kreativen Seifenverpackung. Zusätzlich gibt es ein einfaches Seifenrezept für alle Anfänger inkl. Materialliste mit den Dingen die du zum Seifensieden benötigst. Du kannst sofort loslegen.

Den Videokurs gibt es für 37,- Euro. Ganz ohne Risiko mit 30 Tage Geld zurück Garantie.

→ http://seifen-tutorials.de

Seifen einfach selber machen - Videokurs von Sophia Wagner

Unter Seifen-Tutorials.de findest Du den Videokurs „Seife selber machen“.

 

Sind Facebookgruppen hilfreich? Bringen sie mich persönlich weiter?

Bei Facebook wird bekanntlich viel geschwätzt und hemmungslos geteilt. Es gibt Leute wie mich, die solche Art der Informationsverbreitung nicht besonders mögen und auch schlichtweg keine Zeit haben. Sind Facebook-Gruppen zu bestimmten Themen nützlich und hilfreich? Dazu gibt es, wie immer kein klares Ja oder Nein.

Ich war in einer Janome Coverlock-Gruppe die einfach cool war; netter Umgangston und wirklich immer unermüdlich kompetente, sinnvolle Hilfe. So eine Facebook-Gruppe ist Gold wert!

Dann war ich in einer Hochsensiblengruppe, die auf mich eher wie wie eine Selbsthilfegruppe wirkte und soooo viel gepostet wurde, dass ich dringlich glaube die die das alles lesen auf jeden Fall nicht wirklich „Hochsensibel“ sind, weil sie mit dieser Kommunikationsflut scheinbar bestens klar kommen. Grund für mich diese Gruppe relativ schnell wieder zu verlassen.

Und dann bin ich Mitglied in so mancher Seifensiedegruppe. Ja, und hier muss man sagen ist der Inhalt ein bunter Mix aus fachlich interessantem, sehr viel Gezicke und dem Umstand, dass immerzu die gleichen Fragen auftauchen und ständig mühsame Diskussionen über immer den gleichen Sums geführt werden. Da helfen auch die hinterlegten Dateien zu den Themen nix, denn die Leute haben selten Interesse sich in ein Thema einzulesen. Auch die Neuankömmlinge nicht, gerade die nicht! Jeder hätte gerne eine persönliche Erklärung und Aufklärung zu den Grundlagen und Co.

Es entgleist immer wieder der Ton in Diskussionen und dann denke ich, es ist Zeit sich auszuklinken. Die gewerblichen Seifensieder wirken zudem regelmäßig auf mich wie die Argusaugen über die Hobbysieder. Manch einer fühlt sich offensichtlich wohl als berufener Aufpasser und „Gscheithaferl (ich frage mich dann immer ob diese Leute sich in ihrem alltäglichen Umfeld auch so bemüht korrekt benehmen?)“. Verdutzt war ich wirklich als eine gewerbliche Siederin nebenbei äußerte, dass sie schon Sorge hatte ob die Seifengemeinschaft ihr neues Buch freundlich aufnehmen würde. Darf man denn davon nicht ausgehen bei Gleichgesinnten?

Heute möchte ich Euch an einer Erfahrung aus einer der besagten „Seifensieder-Gruppe“ teilhaben lassen:

Ich stellte in einer dieser Gruppen eine Frage direkt an den Seitenadmin. Warum? Weil dieser Admin alles kommentiert und gerne den Eindruck erweckt umfangreich in dem Thema bewandert zu sein. Ich wollte also eine Experteneinschätzung zu einer fachlichen Fragestellung und keine Diskussion in der Gruppe. Die Antwort des Admins war: „Ich finde dein Seifen-Rezept grausam. Frag doch mal in der Gruppe“.

An dieser Situation kann man die feine Linie genau spüren die so schwer über das Internet zu erfassen ist. Hier, in solch einer Situationen trennt sich nämlich die Spreu vom Weizen, hier unterscheide ich den Experten vom „Gruppenschwätzer mit viel Wissen“. Der Experte ist nämlich in der Lage seine persönlichen Befindlichkeiten, seine eigene Meinung außen vor zu lassen und sich der Problemstellung professionell zu stellen und darauf zu reagieren. Wenn ich eine Meinung möchte kann ich auch meine Nachbarin befragen! Das Ergebnis war hier, dass ich keine Antwort auf meine gestellte Frage erhalten habe, sondern eine Meinung.

Genau das versuchen wir in unserem Filzforum bei Facebook anders zu gestalten. Hier darf alles gefragt werden und man kann sich darauf verlassen, dass es von meiner Seite professionelle Antworten und Lösungsvorschläge geben wird. Meinungen sind vielfältig und gehören für mich in einen anderen Kontext. Es lohnt sich beim Lernen sich auf sachliche, fachliche Aufgaben zu konzentrieren. Emotionalität und persönlich gefärbte Meinungen bring hier niemanden wirklich weiter.

Wunderschöne Chakrenseife von Seifenmanufaktur WaschArt

Bildenachweis: WaschArt

Ich möchte Euch heute die Seifenmanufaktur WaschArt von Heike und Sabine vorstellen. Ihre Chakrenseifen habe ich entdeckt und direkt bestellt. Die Lieferung erfolgte unverzüglich. Beim Transport nahmen die Seifen leider Schaden, aber die Damen haben postwendend und unbürokratisch neue Seifen geschickt die dann völlig unversehrt bei mir ankamen. So ein Kundenservice erfreut mich sehr und ist keine Selbstverständlichkeit! Ich liebe solche Shops und die Menschen dahinter die mit ihrem Tun ein Produkt oder eine Dienstleistung prägen.

Die Seifen duften erlesen und sind wunderwunderschön. WaschArt hat einen tollen Onlineshop. Für alle diejenigen unter Euch die keine Zeit oder Lust haben Seife selber zu sieden, oder sofort auch diese Traumseifen haben wollen sind die beiden Frauen eine wertvolle Quelle für hochwertige Seifen! Auch für Leute, wie mich, die ihre Seife selber sieden ist es eine Freude solch schöne Seife erwerben zu können.

Für diejenigen von Euch die gerne selbst werkeln, sich ein neues, erfüllendes und süchtig machendes Hobby anlachen wollen habe ich eine tolle Neuigkeit: Mein neuer Videokurs „Seifen selber machen“ indem ich umfangreich und ausführlich die Grundlagen des Seifensiedens erkläre. Es gibt natürlich viele Bücher zum Thema „Seifen selber machen“. Doch das bewegte Bild hat deutliche Stärken und ist eine Erleichterung für all diejenigen die nicht erst viele Stunden Zeit in das Studieren von diversen Büchern investieren wollen und sich „einen persönlichen Ansprechpartner“ beim Lernen wünschen.

Neuer Videokurs „Seifen selber machen“

Naturseife selber herstellen Anleitung Tutorial

Vorbereitung zum Seifen sieden

Die letzten Tage im Hause Wagner waren sehr anstrengend, aber es ist Land in Sicht. Wir haben mit Hochdruck den neuen Online-Videokurs zum Thema „Seifen sieden“ produziert und arbeiten nun noch an den letzten Feinheiten der Videoanleitung damit für Euch alles perfekt ist.

Seifen sieden Anleitung Seifen herstellen

Seifenlauge anrühren

Der Videokurs wird voraussichtlich in acht Modulen erscheinen und mit einer Laufzeit von knapp 2 Stunden deutlich mehr Inhalte bieten, als so manche schnelle Videoanleitung bei YouTube. Dieser Kurs ist für Seifen-Anfänger geeignet und beginnt mit der Vorbereitung bis zur dekorativen Seifenverpackung. Dabei gehe ich auf jedes Thema intensiv ein und gebe viele Tipps und Tricks rund um das Thema Seifen sieden.

Zum Online-Videokurs „Seife selber machen“ HIER KLICKEN

 

Originelle Tischdeckengewichte selber machen

Bereits seit Jahren bekomme ich immer wieder Anfragen zu meinen Tischdeckengewichten. Im Jahr 2012 veröffentlichte die Zeitschrift LandLust einen Artikel über meine Tischdeckenbeschwerer und seit diesem Zeitpunkt habe ich über 1.000 dieser Steinanhänger in fast die ganze Welt verschickt.

Jetzt haben wir uns entschieden Euch zu zeigen, wie ich diese Tischdeckengewichte herstelle und dazu eine Schritt-für-Schritt-Videoanleitung produziert. Die Videoanleitung gibts als Geschenk, für alle die Dinge gerne selber machen. Wem das zuviel Aufwand ist, kann die urigen Tischdeckenbeschwerer einfach und bequem in meinem Onlineshop bestellen.

Hier findest Du die kostenlose DIY-Anleitung „Tischdeckengewichte“
→ http://tischdeckengewichte.de

Hier kannst Du die Tischedeckenbeschwerer „Steinanhänger“ in meinem Onlineshop bestellen
→ http://tischdeckengewichte.de/bestellen

Rosenperlen selber machen

Mein winziger Garten ist ein einziges Rosenmeer. Es duftet und ist wunderschön. Jedes Jahr bietet mir diese Zeit Gelegenheit verschiedene Dinge aus den vielen Rosenblütenblättern zu machen. Rosensirup ist bei meinen Kindern beliebt, feines Rosenhydrolat und Rosenperlen. Wenn man sie gut aufbewahrt kann man auch im Winter noch den Duft der Blüten um den Hals tragen. Ich überlege schon die ganze Zeit ob ich daraus einen Videokurs machen soll. Rosenperlen sind etwas wirklich erlesenes und sehr besonders. Was meint ihr?

Wir probieren da was! – Unsere erfolgreichsten Stickmotive als T-Shirt-Druck

Immer wieder bekomme ich Anfragen, ob ich unsere Stickmotive aus dem Stickdateien-Shop.de nicht auf ein T-Shirt sticken kann, da man selbst keine Stickmaschine hat. Leider muß ich diese Anfragen immer absagen, da mir schlichtweg die Zeit dazu fehlt. Wir haben uns aber dazu Gedanken gemacht und möchten etwas Neues ausprobieren.

Wir haben jetzt zwei der beliebtesten Stickmotive aus unserem Shop nochmals illustriert und aufwendig koloriert. Danke an dieser Stelle an meine liebe Tochter Marie-Louise.

T-Shirt Stickmotive als Druck

 

Diese Motive bieten wir ab sofort als hochwertigen T-Shirt-Druck an. In unserem neuen Shirt Shop kannst Du zwischen Kinder T-Shirts, Babybody und normale Shirts wählen, bis hin zum Kapuzenpullover.

Die Bestellung ist ganz einfach.

 

T-Shirt Ballerina Maus

Ein tolles T-Shirt für kleine Ballerinas! Die tanzende Ballerinamaus.

Wir sind gespannt und freuen uns auf Euer Feedback. Gerne werden wir dann weitere beliebte Motive neu bearbeiten und anbieten.

Hier findest Du unseren neuen Shirt-Shop:
http://shirts.art-zu-leben.de

Noch Nerd?

 

Manchmal erkennt man das gesamte Bild erst wenn man ein Stück davon zurück tritt, wie der Maler von seinen Bildern. In der Zeit wo es Jona schlecht in der Schule ging hat er sich erfolgreich in die Welt des Computers eingearbeitet. Ein Maß war schwer mit ihm abzustimmen und vor allem gab ihn diese Aufgabe etwas was er von seinem schulischen Umfeld so gar nicht bekam. Anerkennung und Wertschätzung und das Gefühl etwas gut zu können. Mit dem Moment wo wir ihn aus diesem destruktiven Umfeld herausgenommen haben stand der kleine Mann vom Rechner auf, schnappte sich sein Fahrrad und knüpfte an sein Leben vor der Zeit in diesem Umfeld an. Bald schon vertiefte er sich genauso intensiv und ausdauernd ins Biken. Jetzt ist er wieder immerzu unterwegs, lernt alle möglichen Leute hier am Ort kennen, schraubt am Fahrrad. Dazwischen bemerke ich an alltäglichen Situationen wie tief die Wunden sind die wohl Zeit brauchen bis sie heilen und sich hoffentlich in einen wertvollen Erfahrungsschatz wandeln werden.

Auch ich werde diese zurückliegenden unerfreulichen Gespräche, Situationen und Stress mit diesen Leuten aus der alten Schule nicht so schnell vergessen können. Und ja, ich bin immer noch enttäuscht und wütend dass wir so gar keine Hilfe von der Schulleitung bekommen haben. Es ist und blieb das Problem von uns Eltern dass es unserem Kind schlecht ging. Nix mit „zum Wohle des Kindes“. Hier hatte die Lehrerin immer Recht, gestützt von der Leitung, und das hat sie auch dem Kind vor seiner ganzen Klasse demonstriert. Vorführen, so schüchtert man erfolgreich ein. Am Ende steht man da mit einem demontierten Kind. Unserem wunderbaren, klugen und so empathischem Kind! Im letzten Kontakt wollte die Schule gerne „einen guten Abschluss“ finden. Was soll an einem solchen Gehen mitten in der 4. Klasse bitte gut zu Ende gehen wo doch die Schule nichts zum Guten gewendet hat?? Schule ist und bleibt ein schwieriges Kapitel weil ich an dieses Schulsystem so gar nicht glaube. Was in den Köpfen der Eltern und damit auch in den Kinderköpfen herumspukt macht mich sprachlos und all zu oft traurig. Da draußen glauben wirklich Eltern dass das Gymnasium „ein besseres soziales Umfeld“ ist. Aha! Wenn man denn so allgemein bleiben will dann zeigen mir die betuchteren, golfspielenden, weltbereisenden Zögling und deren studierten Eltern hier, die „Nichtgymnasiasten“ als „2. Klasseschüler“ behandeln und die Mittelschüler gar als „den Rest“ hinstellen nicht gerade das soziale Umfeld wonach ich mich sehne. Und dann gibt es noch die „Weil-doof-Schüler“ in deren Weltbild. Wohl tun mir die Ausnahmen die es ja immer und überall gibt.

Kinder die die Leistungsvorgaben von Außen erfüllen sind nicht zwingend intelligenter, sonder möglicherweise einfach anpassungsfähiger. All zu gerne glauben Eltern daran dass die erwarteten Leistungen ihrer Kinder ihr eigener persönlicher Erfolg sind. Nicht immer steckt hinter einem ehrgeizigem Lernen der eigene Wunsch nach Wissen sondern ist eine Möglichkeit die Erfahrung nicht zu genügen möglichst oft zu vermeiden.

Am Ende setzen meine Kinder die lange Tradition in meiner Familie gegen den Strom zu schwimmen fort. Die Stürme die diesen Lebensstil begleiten kennen wir gut und so sind wir nicht unbedarft im Umgang mit Widrigkeiten. Trotzdem strapazieren sie.

Die neue Schule bietet Jona nun für ein paar Monate ein freundliches Umfeld und das wissen wir sehr zu schätzen! Ich habe für meinen Teil gelernt dass ich in Zukunft lange nicht mehr so ausführlich Reden werde. Gespräche sind etwas wunderbares und schaffen so manche Hürde zu nehmen. Das allerdings setzt voraus dass man ein gemeinsames Ziel hat welches höher steht als das persönliche Ego und es braucht die Fähigkeit sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen und es auch zu wollen. Wenn das nicht erfüllt ist ist jedes Reden Zeitverschwendung und Kapitalvernichtung. Energie ist unser aller Kapital! Ich nehme mir vor meinem Gespür weit mehr zu vertrauen als den vermeintlichen Fachleuten vor allem wenn die Sympathie derer massiv sinkt wenn das Kind nicht in das vorgegebene Raster passen möchte.