Asthaken

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Diese bemalten Asthaken habe ich schon vor langer Zeit gemacht. Sie waren hier zu sehen. Hier kann man ein Making-of der Haken sehen. Jetzt bekommen dieÄste ein neues Wirkungsfeld. Weil mir doch immer mulmig ist mit so aus der Wand vorstehenden Dingen habe die Haken einen Filzschutz bekommen. Jetzt ist das Hakenende weich und es sollte, wenn der Haken höher ist als der Kinderkopf und an sinniger Stelle montiert ist, nichts mehr schief gehen können. Ein Kindergartentäschchen lässt sich ja auch mit leicht ausgestrecktem Arm aufhängen.

Freudensprung

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Bei dem Licht, bei dem glitzernden Schnee, bei der Luft ist es nicht verwunderlich dass man vor Freude in die Luft springen will. In letzter Zeit sind wir zeitlich immer sehr begrenzt in Schliersee. Und trotzdem sind immer ein paar Minuten neben den alltäglichen Aufgaben dabei wo wir uns ganz bewusst umschauen, inne halten und tief durchatmen. Das sind tolle, kleine Kraftinseln im Alltag!

Bodensitzkissen. Weltkugelstoff. Stoff Globus

Bodensitzkissen

Jona’s Bodensitzkissen wollte ich schon lange neu beziehen. Der Stoff gefällt mir gut und war nicht mal teuer.
Seit dem Kontrastmittelschmarrn habe ich so gut wie Dauermigräne. Tagsüber. Nachts. Vermutlich auch wegen der verhärteten, knotigen Muskulatur am Nacken und den Schultern. Vormittags im Sport ist es eine Weile besser. Ich habe das Gefühl die Bewegung tut mir gut und die Extraportion Sauerstoff auch. Ab Mittags geht das Befinden steil bergab. Mir ist schlecht und ich zögere es so lange wie es geht raus bis ich dann doch zum Schmerzmittel greife. Ich beschäftige mich eingehend mit Entgiftung, lese mich durchs Internet.

In meinem Arbeitszimmer ist ein marodes Regal zusammengebrochen. Solche Dinge verhalten sich ja gerne wie eine Dominoreihe. Fällt der erste Stein kommt alles in Bewegung. In meinem Arbeitszimmer ist das jetzt so. Tausend Verputzstellen weisen unerfreulich darauf hin dass neuen Farbe auf die Wände muss. Nach 7 Jahren kein Wunder, aber der Zeitpunkt ist total daneben. Solange nicht gestrichen ist macht es keinen Sinn ein neues Regal aufzubauen. Ich habe also notdürftig alles verräumt. So dass mir das rumstehende Zeugs nicht auf den Senkel geht, denn das kann ich überhaupt nicht gut aushalten. Normalerweise erledige ich solche Aufgaben. Jetzt nicht. Ich kann nicht. Ich will auch nicht!

Geburtstagstisch

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Meine Familie hat für mich den Tisch geschmückt. Mein Mann hat seinen allerersten Kuchen gebacken! Darüber habe ich mich sehr gefreut. Für mich wächst er immer wieder über sich hinaus. Auch wenn es manchmal etwas dauert, aber das ist eben mit dem Wachstum so. Alles zu seiner Zeit. Meine Tochter hat wunderbar gebastelt:

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Die Rose hat sich Marie ausgedacht. Ich bin immer wieder total glücklich was so alles aus diesen wunderbaren Kindern raussprudelt wenn man sie lässt (und das Papierschnitzelchaos hinterher ohne Schimpfen beseitigt).

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Mein Mann  war nicht erfreut als ich mir von ihm zum Geburtstag eine Küchenmaschine wünschte. Er meint das ist wie wenn er sich Ordner für die Buchhaltung wünschen würde. Stimmt schon, aber nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick hilft mir dieses Teil im Alltag Kräfte einzusparen. Das Halten eines Handmixers strapaziert meine „Tennisarme“. Die Kinder und ich essen gerne Rohkostsalat und ich habe null Lust mehr mir die Finger anzuhobeln und auch diese Haltung tut mir weh. Eines meiner Lieblingsessen bei meiner Oma waren frisch gemachte Reibeplätzchen. Sowas macht kein Mansch wenn er per Hand reiben soll. Und so schenkt er mir meine Kraft für Dinge zu verwenden die mir keine Maschine abnehmen kann. Und wisst ihr was? Mein Mann hat gleich wieder Kuchen gebacken. Die Maschine macht auch ihm Freude. Natürlich finde auch ich einen KitchenAid saucool, aber ich finde ihn auch sauteuer, dafür dass er nicht mehr kann als alternative Maschinen. Von Bosch gibt es Küchenmaschinen nunmehr in allen Farben und schon meine Oma hat jahrzehntelang mit einem solchen Teil gearbeitet. Sie wird es tun, es muss kein Kultteil sein!

Mein Mann kennt mich gut und er wusste dass mich diese Schachtel amüsiert. Der Inhalt… an meinem Geburtstag hätte ich wohl alle Baldrians auf einmal gebraucht. Meine Kinder haben schon überaus lustige Videos mit Sounduntermalung aus dieser Schachtel gedreht. Zum schießen komisch.

 

Rosa Stiefel und Nonkonformismus!

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bling-bling

Ich habe noch ein Paar Halbschuhe für Jona gefilzt. Auch sie werden besohlt.

Die ganze letzte Woche war unglaublich und fand am Freitag mit den 7 Stunden im Krankenhaus seinen längst überfälligen Abschluss. Was sich da in der Notaufnahme in diesen Stunden abspielte hat war, hätte ich mehr Humor, einfach Comedy. Ein Arzt sagte „Oh Gott“als er sich über einen schlafenden Patienten im Behandlungszimmer beugte weil diesem seine Zahnprothese halb im Hals steckte. Sie hatte ihm keiner entnommen als man ihn bewusstlos aufgegabelt hatte. 2 Stunden lang wirbelte eine völlig benommene „Verrückte“ den gesamten Notfallraum auf und der Arzt kam alle 2 Stunden zu mir und frage mich was er mit mir machen solle. Warum muss ich einem Arzt sagen was er mit mir machen soll?  Die vergangene Woche läut jedenfalls nicht unter vertrauensbildenden Maßnahmen sondern war eine gelungene Vorstellung wie absurd sich Situationen entwickeln können und wie eigenartig Menschen sin können. Ich verbrachte also meinen Geburtstag im Krankenhaus. Ich habe viel nachgedacht.

„Denken ist wie googeln, nur krasser“

Eigentlich bin ich ganz anders…

Nonkonformismus. Damit habe ich ja schon lange zu tun, aber ich werde es noch sehr viel deutlicher ausbauen. Wenn man so ist dann wird einem vom Umfeld immer impliziert dass mit einem etwas nicht stimmt, es so nicht gehört. Selbst in einer so unkonventionellen Familie wie ich sie habe. Denn was als nicht passend empfunden wird ist ja sehr relativ. Bei den einen ist es unpassend etwas anderes zu wollen als Sicherheit und bürgerliches Leben, bei den anderen ist es zutiefst unerstebenswert jemand vom Finanzamt zu heiraten. Da wäre ein Philosoph oder ein Entwicklungshelfer der Goldene Wurf. Wenn man anders ist wird das immer und überall bemerkt und sofort darauf reagiert. Als läge dieses Art als Duft in der Luft. Und wenn man Klein ist glaubt man das, verinnerlicht und bildet daraus eine wesentlichen Teil seine Selbstwahrnehmung. Dieses zu transformierten und vom Stigma in Freiheit und Genuss zu wandeln ist eine Aufgabe. Es ist wundervoll anders zu sein! Das fand ich als Kind und Jugendliche, selbst lange im Erwachsenenalter nicht weil es ungeheuer anstrengend ist und auch oft genug einsam machte. Da wäre es als junge Erwachsene einfacher gewesen mehr oder weniger heimlicher Säufer oder Kiffer zu sein denn davon gab es deutlich viele und es war keineswegs so stigmatisiert wie früh zu Bett gehen zu wollen. Das paradoxe ist ja dass die die einem immer das Gefühl geben seltsam zu sein sich nichts sehnlicher wünschen als selbst einmalig einzigartig zu sein (was ja eigentlich jeder Mensch an sich schon ist es aber durch seine Prägung nicht wahrnehmen kann) -und sich dann nicht trauen weil es schon auch mühsam sein kann immer mit Gegenwind arbeiten zu müssen. Die Kräfte des Schwarm sind nicht zu unterschätzen. Die Sanktionen auch nicht. Erziehung. Ganz nach Birkenbihl. Natürlich sollte sich der eigene Nonkonformismus im Rahmen desses bewegen dass die eigene Freiheit da aufhört wo die Freiheit des Gegenübers beginnt. Viele unserer Glaubensansätze sind anerzogen, geprägt, erworben durch Familie und Gesellschaft. Es lohnt sich diese Glaubensansätze bewusst zu machen sie zu reformieren, sie neu zu definieren und sich dann zu genießen! Diese Verantwortung müssen wir für unser Leben selbst übernehmen  und diesen Wandel selbst leisten. Dazu gehört auch die unbequeme „Extrameile“ auf sich zu nehmen. Veränderung und Bequemlichkeit passen nicht zusammen! Die Transformation ist etwas beeindruckendes und sie gibt es in der Natur öfter als wir denken, nicht nur beim Schmetterling. Wir müssen nicht bleiben wie wir sind. Jeder Tag ist ein guter Tag für eine Transformation -hin zum Nonkonformismus -hin zu unserem gewollten Selbst. Doch oft genug müssen wir für diesen Prozess unsere Komfortzonen verlassen. Den Gewinn für diese Anstrengung nenne ich Freiheit.

„Ich war ein Suchender und bin es noch immer,
aber ich habe aufgehört, Bücher zu fragen und die Sterne.
Ich begann, der Lehre meiner Seele zuzuhören.“ Rumi

 

 

 

Bling-Bling und Filz

blingbling

Im Gegensatz zu mir mag meine Tochter es nicht so gerne sportlich. Wie alle Kinder hat sie genaue Vorstellungen von dem was sie gerne Tragen möchte. Das gefällt mir. Ich muss mich inzwischen ein bisschen anstrengen mich hineinzudenken was gefallen könnte und wieviel Bling-Bling erfreut, denn Gott sei Dank darf es auch nicht zu viel sein. Mir ist Bling-Bling lieber als Rüschen muss ich sagen. Diese elfenhafte Romantiknummer liegt mir nicht. Noch immer steht Rosa hoch im Kurs bei meinem Mädchen. Das ist ganz gut, denn dann muss sie das nicht ausgiebig nachholen wenn sie erwachsen ist so wie es vor ein paar Jahren tat. Für meine Eltern war Rosa absolut tabu und damit für mich so gut wie unerreichbar. Rosa ist toll, aber nicht weil man es verpasst hat sollte man später danach greifen.
Marie wünscht sich also rosa Filzstiefel. Gut. Ich versuche mich und hoffe sie wird sie tragen..

Fast vergiftet haben sie mich. Unglaublich. Das verabreichte Kontrastmittel für ein MRT hat mich aus allen Socken geschossen. Da wenn man gesund zum Arzt geht kann es sein dass man hinterher sterbenskrank ist. Ich hatte unfassbare Kopfschmerzen. So habe ich meine Hirnhautentzündung als Kind in Erinnerung und jetzt begann sie sich wieder zu entzünden, der Nacken fing an zu versteifen. Die Haut hat sich angefühlt als hätte ich in Brennnesseln gebadet, jeder Muskel hat extrem weh getan und mir war eiskalt. Volles Nebenwirkungsprogramm. Ich bin immer noch beeindruckt, total erschrocken und stehe mit einem Bein in diesem Erlebnis. An sowas versterben Menschen! Plötzlich ergab sich ein Notfall. Krass. Gerade noch mal gut gegangen. Da sagt heute der Arzt von der radiologischen Untersuchung: Da muss heute unbedingt nochmal ein Profi drauf schauen. Aha. Waren das dort als das MRT gemacht wurde wohl keine Profis oder wie?

Im Laufe der Jahre sammeln sich solche und andere absurde Erlebnisse. Es bleiben einzelne Äußerungen von Menschen haften. Mein Interesse an Menschen verformt sich über die Jahre schon muss ich sagen und meine Grundbauart jeden Menschen ernst zu nehmen wird immer fragwürdiger. Dabei hat mir meine langjährige Meditationslehrerin schon vor 20 Jahren gesagt: Sophia, du denkst die Menschen sind komisch? Die Menschen sind komisch!

Es gibt Untersuchungen zu dem Zusammenhang von Hirnhautentzündung und dem Nervensystem des Menschen und was eine solche schwere Entzündung für Folgen hat, wie sie sich auf die Reizwahrnehmung und Verarbeitung desjenigen auswirkt. Hochspannend. Darin liegt so manche Antwort für mich, was die Sache aber nicht einfacher macht.

Federleichte Schuhe. Filzschuhe verwöhnen die Füße

Filzschuhe

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Jetzt muss ich mich aber entscheiden wie ich den Einstieg gestalte. Nach so vielen Stunden Arbeit (mit schmerzenden Armen) in den Filz zu schneiden braucht Entschlossenheit. Ganz lässig schneide ich nicht immer denn eine Fehlentscheidung, ein unsicherer Schnitt bedeutet Arbeitsstunden verbrannt zu haben. Doch gilt auch „Wer nicht ins Wasser geht, kann auch nicht Schwimmen lernen“.

Lust auf Frühling

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Wahrscheinlich sehnen sich jetzt alle nach Licht, Farben, dem Frühling. Die Haselnüsse blühen seit einer ganzen Weile. Gelb leuchten die „Würschtl“ überall. Mir läuft die Nase, alles juckt, ich niese pausenlos. Absolut ätzend! Ich fürchte mich vor dem Frühjahr! Grotesk, oder? So viel blühende Schönheit verursacht mir solche Probleme.

Vor viel mehr als einem Jahr begann ich mein Sabbatical und es dauerte viel länger als von mir erwartet Abstand von meinen Arbeitsgewohnheiten zu  gewinnen, Inne zu halten. Erst jetzt, nach so langer Zeit, gelingt mir das besser was ich längst wollte; zurück treten und betrachten. Ich stelle mir Fragen und nehme mir weiter Zeit für den Prozess Antworten zu finden.

„Wenn du etwas zwei Jahre gemacht hast betrachte es sorgfältig. Wenn du etwas drei Jahre gemacht hast betrachte es misstrauisch. Und wenn du etwas fünf Jahre gemacht hast, mach es anders!“ Mahatma Ghandi