Seife aus dem Crock-Pot (Heißverseifung)

Diese Seife habe ich im Crock-Pot „schnellverseift“. Während der kalte Verseifungsprozess eine 4-6 wöchige Reifezeit benötigt, geht es Ruckzuck mit der Heißverseifung. In wenigen Stunden hat man eine gebrauchsfertige Seife. Hier wurde die Farbe weit blaser als ersonnen, aber beim zweiten Anlauf kam sie dann intensiver zur Geltung. Wenig Farbe tut dem Vorhaben keinen Abbruch und die Blüten hübschen die etwas sehr hautfarbene Optik auf. Durch die Bänder kann man die Seife wunderbar aufhängen. So trocknet das Stück gut ab und bereitet auch dadurch lange Freude.

Unscheinbare Schönheit

Äußerlich unscheinbar und so Vollkommen! Sanften Formen, Schattierungen und Farben. Im inneren strahlt es. Die Natur kann Dinge perfekt verpacken, findet immer die rechte Balance. Manchmal findet sie Wege Kostbarkeiten dezent zu verpacken, sie so zu schützen. Wer nach Blingbling Ausschau hält, wird die Schönheit vielleicht übersehen. Manchmal ist die Unscheinbarkeit ein wunderbares Klima um sich strahlend zu entwickeln.

 

Nordsee-Seife

Eine Variante der Friesenseife. Farbig etwas intensiver.

Sie schäumt fein. Durch den feinen Schlick ist diese Seife bestens geeignet um sich die Hände ordentlich, nach rustikaler Arbeit, sauber zu schrubben. Schön auch für die Fußpflege.

Wie man sieht geht es weiter mit der Seiferei. Das liegt schlicht an der Tatsache dass ich intensiv an der Seifenkarten-Box arbeite. Flankiert wird dieses Aufgabe mit einem anderen Projekt in Ergänzung dazu. So habe ich derzeit weniger Raum für andere mögliche Tätigkeiten.

Gut, die Sache mit der Herstellung von Creme und Hautpflege ist noch mein Freizeitvergnügen.

 

Wie aus wenigen Zutaten eine wunderbare Hautpflege wird

Ein paar schöne Öle, einen wertvolle Wirkstoffe, einen natürlichen „Ölehaltbarkeitsverlängerer“ und einige, wenige Tropfen ätherische Öle, schon hat man eine wundervoll duftende Gesichtspflege! (Das Rezept ist aus einem Buch und so kann ich es hier nicht genau angeben)

Cura bedeutet Pflege. Boheme bezeichnet eine Randgruppe der Gesellschaft. CURA BOHEME ist nun der Name meiner selbst hergestellten Hautpflege.

Auch diese Dinge darf ich nicht verkaufen!

Das hindert mich aber nicht daran Freude an schönen Verpackungen zu haben. Manche glauben ja so etwas spiele keine wesentliche Rolle. Ich glaube das ganz und gar nicht! Das Auge isst mit, nicht nur beim Essen.

Die Optik spielt eine enorme Rolle denn wir entscheiden in aller kürzesten Augenblicken was unsere Aufmerksamkeit wert ist. Wer hier durchfällt kann nicht mehr mit seinen inneren Werten überzeugen.

Gleichwohl stimmt es natürlich auch dass alleine eine gute Verpackung nicht die Lösung ist. Wir sind rasch und teilweise nachhaltig enttäuscht wenn nach einer tollen Verpackung nur heiße Luft kommt. So ist also wieder einmal die Balance aus äußerer und innerer Qualität wichtig.

 

Warum Hautpflegeprodukte selber machen?

Ich möchte gerne einen weiteren Bereich der alltäglichen Dinge im Haushalt in eigene Hände legen und damit weg von einer industriellen Herstellung. Warum? Zu einen weil ich die Kosmetikindustrie schwierig finde. Der für mich bedeutsamere Grund ist aber, weil ich eine andere Beziehung zur Hautpflege, und damit zu meiner Haut haben möchte.

Die Haut ist unser größtes Organ mit durchschnittlich alleine 1,6 qm Hautoberfläche. Sie ist die physische Grenze zur Umwelt. Sich mit Grenzen zu beschäftigen ist eine wichtige Grundlage um sich für die Welt wirklich zu öffnen. Erst wenn ich mir ganz bewusst bin, wo mein „Ich“ endet kann ich bewußt das erfühlen was mich umgibt und damit die Grenzen der anderen.

In der Vergangenheit fand ich das Eincremen des gesamten Körpers schauerlich. Meistens fühlten sich das Eincremen an (selbst schöne Naturpflegelinien) wie eine „Ganzkörperplastiktüte“. Die Creme pflegte zwar die Haut sichtlich und spürbar, fühlte sich aber dennoch an, als würde die Pflege mich einschließen und „abdichten“. Dann lieber trockene Haut, ganz klarer Fall. Nicht zur Freude des Hautarztes!

Das kann aber nicht des Rätsels letzter Schluss bleiben. Vor allem weil die Haut nun in dieser Lebensphase deutlich trockener wird. Es ist Zeit dieses stiefmütterliche Thema zu erobern!

Nun habe ich einige Cremes und Co. selbstgemacht und schon beginnt sich ein Draht zu dieser Art „Eigenpflege“ und Kümmern um seine Haut zu entwickeln und damit eine andere Perspektive auch auf die tieferen, feinstofflicheren Seiten der Haut. So eine Freude!

Special-Moment-Seife: Rauhnachtseife

In der letzten Rauhnacht habe ich eine Ritualseife gesiedet. Neben schönen Ölen und Fetten habe ich die Kräuter aus meiner Räuchermischung, Fichtenharz, Rosenweihrauch und die entsprechenden ätherische Öle meiner Räuchermischung versiedet. Die Farbe ist eigenartig. Ein bisschen seltsam, nicht richtig greifbar, verschleiert, trüb und ein bisschen schön. In jedem Fall ist sie irgendwie geheimnisvoll und damit für mich passend zu diesen speziellen Tagen „zwischen den Jahren“.

Ich habe ein paar Runen rausgesucht und die Seife bestempelt: Laguz/Erneuerung, Durchhaltevermögen, Uruz/Heilung, Fehu/Energie, glückliche Umstände, Hagalaz/Versuch&Irrtum, Kraft des Unbewusstem, innere Harmonie, Algiz/Schutz.

Das Seifenstück schäumt wunderbar fein mit kleinem dichten Schaum und duftet intensiv nach Wacholder, Rosmarin, Fichtengrün und Co.

Oft höre ich von Leuten „immer wenn ich deine Seife nutze denke ich an dich“. Wir kennen diese Situation alle, dass wir bei bestimmten Situationen, bei bestimmten Dingen an den Schenker, den Miterleber, den Beteiligten denken. Ein Moment, ein Duft ist mit einem Gegenstand, einer Situation, einem Ort verknüpft. Das kann schön sein, oder auch belastend. Es ist schwer solche Verknüpfungen zu lösen. Aber man kann einen solchen Hook auch für sich nutzen!

Warum also nicht eine Affirmation die mir gut tut mit einer alltäglichen Handlung verankern? Vielleicht haben wir einen Gedanken aus der Rauhnacht als besonders für uns herausgeschält, oder wollen ein Thema fest in unseren Alltag integrieren?

Möglichkeiten gibt es viele: „So wie ich bin, bin ich gut“, „Ich bin gehalten und geborgen“, „Licht Gottes fülle mich, Atem Gottes stärke mich, Liebe Gottes heile mich“ oder was auch immer wir vertiefen wollen.

So könnte ich nun dieses Stückchen Seife mit einem Gedanken belegen den ich, wann immer ich meine Hände wasche bewusst denke und mit der Zeit immer weiter vertiefe.

Jeder Moment ist ein guter Moment eine Angewohnheit zu vertiefen.

Die Schätze des Sturms

Der letzte Sturm hat viele Baumperlen von meinem Lieblingsbaum geweht. Die Äste sind alt und morsch und die sichtbare Wundversorgung ist es ebenfalls. Wie hier beschrieben sind diese Baumperlen Zeichen eines Heilungsprozesses den der Baum vollzogen hat.

Wenn der Sturm eine solche Perle davon trägt dann ist eine sichtbare Narbe von meinem Baum davon getragen. Hier können Narben verschwinden. Das ist sehr hoffnungsvoll, oder?! Möge keine neue Baumperle mehr nachwachsen müssen an diesem wunderbaren Baum.