Die „Extrameile“ gehen

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Die Sommerferien gehen ins letzte Drittel und ich habe es noch nicht geschafft mich ferienhaft zu fühlen. Warum? Diese Feriennummer ist doch jedes Jahr ein  bisschen wie eine Mogelpackung. Im Kopf sitze ich immer gerne diesem schönen Trugbild von 6 Wochen Ferien auf. Wer hat denn eigentlich Ferien? Meine Kinder! Ich hab weder Ferien noch Urlaub, aber ich würde es jedes Jahr gerne wieder glauben. Immerzu geht es weiter mit Wäsche, Haushalt, noch öfter hat jemand Hunger, Einkaufen und co. Vor zwei Jahren schaffte ich es die fließende Zeit zu genießen und empfand es tatsächlich als urlaubsähnliche Zeit. Das war toll und ich erinnere mich an dieses tolle Gefühl. Jetzt fließt die Zeit auch. Das ist schon mal gut und es gibt keine Schulthemen, auch sehr gut. Von Rumlungern bin ich aber weit entfernt. Auch mein Mann nutzte seinen Urlaub und jedes Wochenende komplett für unser neues Projekt. Gut, das Wetter lud nicht zu der erhofften Bayerischen Seentour ein. Hier wird geschuftet. Die eigene Komfortzone verlassen und Machen. Das ist dann die Extrameile die man gehen muss wenn man ein Ziel vor Augen hat und es auch erreichen will. Zu oft hören wir „man müsste mal..“ und dann kommt nix ins Tun. Nicht unser Ding!
Dazwischen gab es dünn gestreut freie Stunden, schöne Begegnungen. Davon berichte ich noch. Habt einen schönen Tag!

Die Idee der Einheit in der Vielfalt. Charles Webster Leadbeater

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Seine Worte sind ungebrochen aktuell:

Leadbeater erinnert an weit zurückliegende Meinungsverschiedenheiten innerhalb einer bestimmten Gesellschaft, an die Idee der Einheit in der Vielfalt und sagte:
„Können Sie denn nicht erkennen, dass alle die verschiedenen Standpunkte und Bekenntnisse nur wie Saiten in einem großen Musikinstrument sind, auf der der Logos spielt? Er wünscht die verschiedenen Pfade und Standpunkte, denn aus dieser Vielfalt der Sichtweisen heraus nähern wir uns der Wahrheit an. Erklingen sie zufrieden als eine andere Saite dieser Harfe und versucht Sie nicht, mit der anderen Saite zu streiten, nur weil sie anders klingt. Wenn sie nicht anders klänge, könnte sie als Saite keine Verwendung mehr finden“.

So sehr traurig

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Die Meldungen überschlagen sich. Immer neuer Schrecken. Hier bei uns trifft man Menschen die geholfen haben, die jemanden kennen der irgendwie dabei war oder jemanden kennt der jemanden kennt, die in der Klinik schlimmer Situationen erlebten. Die Menschen versuchen im Gespräch die Geschehnisse zu greifen, damit umzugehen und mir ziehen die Details noch mehr die Füße weg. Mein wundes Herz hält das schon nicht mehr aus, aber die Leuten wollen ihr Erlebnisse, ihre Gefühle nicht alleine tragen und sich mitteilen. Ich bin nur noch traurig und kann kaum aufhören zu Weinen. Meine Gedanken sind bei den Eltern, den Betroffenen, sie lassen sich nicht lösen und zum Alltäglichen zurück kehren. Und natürlich gibt es überall die Stimmen die sagen dass dauernd überall auf der Welt gestorben, getötet wird. Blöde, empathilose Stimmen auch wenn sie faktisch leider stimmen. Es bleibt jedem überlassen wann der Moment da ist wo sein Herz vor lauter Kummer in die Knie geht. Da braucht es keine solchen Töne! Warum wird im so akuten Fall nicht einfach die Klappe gehalten? Was sollen solche Äußerungen Gutes bewirken? Hier greift doch wirklich „wenn du nichts nettes zu sagen hast, sag nichts!“

Hier bleibt es still. Solange wie es braucht meine Hoffnung zu mobilisieren, meine Stärke wieder zu finden, meine Angst um meine Familie und die Menschen an die Leine zu legen und mutig weiter zu machen.

Wir brauchen die Lichtträger, dringend! Wer leuchten kann den bitte ich es zu tun, kräftig, jetzt, intensiv, hingabevoll, unermüdlich, für all die die es gerade nicht können.

Psychedelischers „Störer-Shirt“. Sommerzeit ist Steinanhängerzeit

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In den Sommermonaten mach ich immer wieder Steinanhänger. Über die Jahre entstehen da wieder und wieder ganz neue Bindungen. Ein Shirt aus „Störer-Stoff“ habe ich mir genäht. Die Farben und das Muster sind wirklich wild und stören das Auge. Psychedelisch! Ich mag es. Mein Mann sagt seitdem, wenn ich mal sanftere Farben trage, dass ich mich gehen lasse und aussehe wie ein Mauerblümchen. *lach* Herrlich! Ja, mit der Zeit hat die Familie sich so an die leuchtenden Farben gewöhnt dass sie sofort fragen ob was nicht stimmt wenn ich mich „normal“ anziehe. Wir waren letztens auf einem Fest wo die Damen allesamt Schwarz und elegant gekleidet waren. Auf dem Heimweg sagte mein Mann: Ich bin so froh dass du immer so leuchtest. Alles ist gut solange du wild bis!

Neue Stickmotive

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Gerade sitze ich an ein paar Stickmotiven die ich schon seit mehr als zwei Jahren gezeichnet auf dem Tisch liegen. Das eine Motiv davon hatte ich schon digitalisiert und dann scheinbar nicht richtig gespeichert. Weg war es und wieder vergingen Monate. Weil ich weiß dass so viele nur einen 10 x 10 Rahmen nutzen können tüftele ich rum um das Motiv auch hierfür bereit stellen zu können. Ich finde es nicht einfach weil auf so wenig Raum die Dinge sofort anders wirken. Mal sehen.

Mein Mann und ich sind dabei ein neues Projekt zu starten. Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es in jedem Fall, sehr!

 

Wie filze ich einen Stein? Filzkurs

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Letzte Woche fand hier ein Filzkurs statt. Ein wirklich großer Stein wurde gefilzt. Schöne gemeinsame Stunden, wieder ein lieber Filzgast, was für eine Freude! Als ich aufräumen wollte bin ich fast auf diese große Kröte gestiegen die plötzlich da saß. Ganz starr und Pablo munter neben dran. Mein Mann meinte er sei wahrscheinlich schon halb auf dem Weg zum Himmel, hat ihn aber zum nächsten Bächlein gebracht. Wiederbelebt wurde er dann von Marie indem sie ihn mit Wasser bespritzt hat. Schwuppdiwupp ist sie ins Nass gesprungen und weg geschwommen. Gut so!

Gleich am nächsten Tat erreichte mich dieses schöne Feedback:

Liebe Sophia, ich wollte mich unbedingt nochmals bei dir melden und dir nochmal für die tolle Zeit bei dir danken.
Das Filzen bei dir hat mir so viel Spaß gemacht. Es war definitiv besser als jedes Wellness-Wochenende wobei ich tierischen Muskelkater habe.
Es ist so schön, wie du dich um deine Gäste kümmerst und richtig toll wie du bereitwillig dein Wissen teilst und Tipps und Tricks weitergibst.
Du nimmst dir soviel Zeit für deine Gäste und das obwohl du genug um die Ohren hast.
Es ist einfach cool, dass man mittendrin ist, deine Familie um einen rum wuselt und man nicht beiseite gehalten wird.
Du bist einfach herzlich und man fühlt sich sofort wohl bei dir. Du leitest einem so geschickt an, dass man sich bereits nach wenigen Minuten wie der erfahrenste Filzer ever fühlt.

Übrigens waren wie gestern noch beim Geburtstag von meinem Schwager. Ich hatte natürlich meinen Stein im Gepäck, der musste ja jedem gezeigt werden :-). Es waren ja alle auch neugierig.
Die Kids, die da waren haben ihn gleich in Beschlag genommen und es für den überhaupt coolsten Stein, der ganzen Welt erklärt und waren nicht mehr runter zu bekommen. War echt süß, wie sie da so draufgehockt sind. Meine Familie ist völlig begeistert. Herzlichsten Dank für alles und ganz liebe Grüße C.

Breakets. Wie oft muss man eigentlich zum Kiefernorthopäden?

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Klischees bestätigen sich im Alltag leider sehr gerne. Das erschwert mir eine unvoreingenommene Haltung wirklich sehr. Schön kann ich Euch das an unserem Kiefernorthopäden berichten. In den Schulferien ist sie selten verfügbar weil sie mit ihrer Familie dann z.B. auf die Malediven fliegt (Klischee Nr. 1). Für unsere Möglichkeiten ist sie sehr oft im Urlaub. Im Prinzip gönn ich es ihr. Wären da nicht die vielen Stunden die aus meiner Sicht völlig unnötig wegen ihr durch die Gegend fahre, bei ihr im Wartezimmer verbringe (Klichee Nr. 2) um ein und den selben Schritt an der Spange immer wieder neu zu machen. Warum immer wieder neu? Ja, weil das Zeugs nur bis nach Hause hält. Dann nämlich ist schon der Bogen aus dem Breaket draußen und ist auch viel zu kurz um ihn wieder rein zu stecken. Wenn man ihn stecken kann, denn dafür muss man fast das Breaktet öffnen. Mit „einem Nagel -wenn Sie nichts anderes haben“ wurde mir gesagt. So ein chickes Zahnarztwerkzeug hab ich nämlich nicht. Also wieder hin, nachdem wir alle Krank waren und immer noch schlapp. 4 Stunden habe ich also beim zweiten Anlauf investiert. Stau hin, Warten dort, Stau zurück. Und dann, 1,5 Stunden später war der Bogen raus, die Feder runter.

Was dagegen ganz schnell geht ist die 700€ hohe Rechnung die schon am nächsten Tag im Briefkasten liegt (Klischee Nr. 3). Da bleibt einem doch die Spucke weg oder? Mittwoch geh ich also wieder hin. Mal sehen ob sie mir diese ganze Schose auch wieder in Rechnung stellt. Wechseln? Pfff. Der nächste macht es ziemlich wahrscheinlich auch so. Es ist ja nicht so dass sie nicht auch schon geholfen hätte. Es kostet halt die Beulen vom Kopf ist mühsam und  kräfteraubend.

Ja, ich denke die Ärzte müssen mit ihrem zweifelhafen Image zu recht leben. Da mag es, wie immer, Ausnahmen geben. Viele scheinen sich aber ohne mit der Wimper zu zucken hemmungslos an unserer Zeit zu bedienen (alleine schon das Zeitmanagement und das Warten im Wartezimmer. Schlimm finde ich wenn sie es Lesezimmer nennen!) und im Rechnung schreiben sind sie Weltmeister. Da stehen oft Dinge auf der Rechnung… Leute… ich hoffe der Himmel sieht alles. Ja, ich weiß dass die Ärzte schlimme Formalitäten am Hals haben usw. das rechtfertigt aber nicht dass alles auf den Patienten und Mütter abgewälzt wird.